Wahnsinns Schlussphase! HC Elbflorenz gibt Derbysieg aus der Hand

Aue - Was für ein irres Spiel! HC Elbflorenz sah am Samstag gegen den EHV Aue schon wie der sichere Sieger aus, führte 21:16 (41.). Am Ende holte Aue vor 1006 Zuschauern in einem äußerst packenden Spiel beim 26:26 (11:13) einen Punkt. Überragend in der Partie: Adrian Kammlodt auf EHV- und Sebastian Greß auf HCE-Seite.

Die Dresdner gehen enttäuscht vom Feld, hinten feiert Aue das späte Remis.
Die Dresdner gehen enttäuscht vom Feld, hinten feiert Aue das späte Remis.  © Michael Taeger/Jan Huebner

Das war anfangs kein Leckerbissen, in der Erzgebirgshalle wurde Handball nur gearbeitet. Die Abwehrreihen dominierten, was ein 3:2 nach zehn Minuten zeigte.

Auf Auer Seite wurde das über die gesamte Spielzeit nicht besser. Zwar führte der EHV durch einen Doppelpack von Kammlodt binnen 25 Sekunden 7:4 (15.), fand im Grunde aber kein Mittel, um den Betonriegel der Dresdner öfters zu knacken.

Die Gäste wurden zunehmend stärker, waren spielerisch das klar bessere Team. Dresden agierte deutlich variabler, wobei vor allem Sebastian Greß die eine oder andere Idee entwickelte.

HC Elbflorenz holt Keeper Marino Mallwitz!
HC Elbflorenz HC Elbflorenz holt Keeper Marino Mallwitz!

Beim 9:8 (23.) durch Michael Schulz ging der HC Elbflorenz erstmals in Führung und behielt die auch recht mühelos - 13:11 zur Pause für den HCE!

Das richtige Derbyfeeling stellte sich erst nach der Pause ein, jetzt ging es fast dauerhaft in den verbalen und körperlichen Infight. Aue kämpfte verbissen um den Anschluss, Dresden genauso aufopferungsvoll um den Vorsprung.

Adrian Kammlodt überragt für EHV Aue, Sebastian Greß für den HCE

Aues überragender Adrian Kammlodt (l.) und Dresdens Nils Kretschmer stehen sich in Lauerstellung gegenüber.
Aues überragender Adrian Kammlodt (l.) und Dresdens Nils Kretschmer stehen sich in Lauerstellung gegenüber.  © Picture Point/Gabor Krieg
Elbflorenz-Regisseur Sebastian Greß wirft gleich auf den Auer Kasten.
Elbflorenz-Regisseur Sebastian Greß wirft gleich auf den Auer Kasten.  © imago images/Jan Huebner

Superspannende Schlussphase zwischen HC Elbflorenz und EHV Aue

Es wurde hitzig bis an die Grenzen des Erlaubten - und in einigen Situationen darüber hinaus. Spielerisch überragten zwei: bei Aue Kammlodt, bei Dresden Greß. Beiden zuzuschauen, war ein Genuss.

Beim 21:16 (44.) für Dresden schien die Partie entschieden, doch Aue kämpfte sich Stück für Stück ran - 24:25 (56.). Das war jetzt nix mehr für Menschen mit Herzbeschwerden.

40 Sekunden vor Schluss führte der HCE 26:25, Aue hatte den Ball. Kevin Roch traf vier Sekunden vor dem Ende zum 26:26! Was für ein Wahnsinn! Beste Werfer: Bornhorn (8/7), Greß (6).

Titelfoto: Michael Taeger/Jan Huebner

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