KEC schnappt sich zwei neue Stürmer, Fans gefrustet: "Schwache Verpflichtungen!"

Köln - Die Kölner Haie schrauben weiter an ihrer Offensive für die kommende Saison. Dafür hat der Klub aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gleich zwei deutsch-kanadische Stürmer verpflichtet.

Jason Bast (32, r.), hier im Trikot der Adler Mannheim, jubelt gemeinsam mit Mannschaftskollege Felix Schütz (34).
Jason Bast (32, r.), hier im Trikot der Adler Mannheim, jubelt gemeinsam mit Mannschaftskollege Felix Schütz (34).  © Uwe Anspach/dpa

Nach zwei Jahren im Trikot der Adler Mannheim kehrt Jason Bast (32) zurück an seine alte Wirkungsstätte. Der 32-Jährige erhält beim Team von Chefcoach Uwe Krupp (56) einen Vertrag bis 2023.

Der frühere Bundestrainer ist von den Fähigkeiten seines Neuzugangs überzeugt. "Jason besticht mit seiner Vielseitigkeit. Er leistet offensiv auf allen Positionen Beiträge und hat zusätzlich die Bereitschaft, defensive Aufgaben für die Mannschaft zu erfüllen", so der zweifache Stanley-Cup-Gewinner mit der Colorado Avalanche.

Bast selbst freut sich ebenfalls sehr über seine Rückkehr an den Rhein. "Es ist ein gutes Team, in einer schönen Stadt mit tollen Fans." Er erhält in Köln wieder seine ehemalige Rückennummer 16. In 46 Partien für den KEC erzielte Bast in der Saison 2019/2020 acht Tore und legte neun weitere vor.

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Bislang kommt der Linksschütze bei 305 Spielen in der DEL auf 65 Tore und 78 Assists. Neben Köln und Mannheim schnürte Bast in Deutschland außerdem bereits für Nürnberg und Bremerhaven seine Schlittschuhe.

Kölner Haie geben Neu-Verpflichtungen auf ihrem Instagram-Kanal bekannt

Carter Proft in der DEL schon mehrfach gescheitert

KEC-Chefcoach Uwe Krupp (56) erhofft sich von seinen neuen Stürmen entscheidende Impulse für die zahnlose Offensive.
KEC-Chefcoach Uwe Krupp (56) erhofft sich von seinen neuen Stürmen entscheidende Impulse für die zahnlose Offensive.  © Uwe Anspach/dpa

Vom rheinischen Rivalen aus Düsseldorf wechselt derweil Carter Proft zum KEC. Der 27-Jährige erhält in Köln die Rückennummer 55 und einen Vertrag bis 2024. "Aspekte, wie die Tradition des Teams, die beeindruckende Arena und vor allem die Fans haben mir die Entscheidung, in Köln zu unterschreiben, leicht gemacht", erklärte Proft.

Und auch sein neuer Trainer ist ganz angetan: "Carter hat sich in den letzten Jahren konstant weiterentwickelt", so Krupp. In der letzten Saison habe er bei der DEG auch offensiv Erfolg gehabt. Insgesamt kommt Proft bei bislang 91 Spielen im Eishockey-Oberhaus auf 18 Tore und 13 Vorlagen.

In der DEL2 stürmte der Linksschütze unter anderem für die Kassel Huskies mit denen er 2016 Zweitliga-Meister wurde. In den folgenden Jahren versuchte es Proft in der DEL, konnte sich bei den Adler Mannheim oder den Grizzlys Wolfsburg aber nicht durchsetzen.

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Man darf gespannt sein, wie beide Personalien den ruhmreichen Kölnern wieder zurück zu altem Glanz verhelfen sollen. Die Fans sind jedenfalls eher skeptisch. "Schwache Neuzugänge", resümierte beispielhaft ein Anhänger auf Instagram. Ein anderer urteilte mit einer Portion Sarkasmus: "Die einen sagen verstärken, die anderen sagen auffangen." Die Wahrheit wird sich erst auf dem Eis zeigen.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa, Uwe Anspach/dpa (Bildmontage)

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