Krasser Gewinn: Deutscher schnappt sich in packendem Finale die Poker-Weltmeisterschaft

Las Vegas - Dritter deutscher Poker-Weltmeister: Der gebürtige Berliner Koray Aldemir (31) hat sich am Mittwoch in Las Vegas in einem kaum an Spannung zu überbietenden Krimi zum Sieger der "World Series of Poker" (WSOP) gekürt.

Der neue Poker-Weltmeister Koray Aldemir (31) präsentiert stolz das Sieger-Bracelet. Vor ihm türmt sich das Preisgeld in Höhe von acht Millionen US-Dollar auf.
Der neue Poker-Weltmeister Koray Aldemir (31) präsentiert stolz das Sieger-Bracelet. Vor ihm türmt sich das Preisgeld in Höhe von acht Millionen US-Dollar auf.  © IMAGO / ZUMA Wire

Sein Gewinn beläuft sich dabei auf stolze acht Millionen US-Dollar. Zusätzlich erhält der Sieger der Poker-WM das obligatorische Bracelet, ein diamantbesetztes Goldarmband im Wert von nochmals 500.000 Dollar.

Aldemir, der mittlerweile in Wien lebt, ist damit nach Pius Heinz (32) im Jahr 2011 und dem Deutsch-Iraner Hossein Ensan (57), der die Poker-Krone 2019 errang, der dritte Poker-Weltmeister aus Deutschland.

Im Main Event des diesjährigen Turniers, das am 4. November im "Rio All-Suite Hotel & Casino" begann, wurde der Gewinner traditionell im No-Limit Texas Hold'em ermittelt.

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Insgesamt nahmen 6650 Spieler aus aller Welt an der Veranstaltung teil. Sie alle mussten einen Start-Einsatz von 10.000 US-Dollar auf den Tisch blättern.

Peanuts für den 31-Jährigen, der sich in seiner Karriere als professioneller Pokerspieler bislang schon mehr als 12 Millionen Dollar erspielt hat. Zudem sollte sich dieser Einsatz letztendlich ja auch auszahlen.

Am Final-Tisch bekam es Aldemir mit dem Amerikaner George Holmes und dem Briten Jack Oliver zu tun, wobei der Berliner aufgrund seiner bis dahin erspielten Chip-Anzahl als klarer Favorit ins Rennen ging.

Die WSOP gibt Koray Aldemir bei Twitter als Gewinner des Main Events bekannt

Im finalen Heads-up entwickelt sich spannender Krimi zwischen Koray Aldemir und George Holmes

Dieses Blatt hat Koray Aldemir am Ende die Poker-Krone und das dicke Preisgeld beschert.
Dieses Blatt hat Koray Aldemir am Ende die Poker-Krone und das dicke Preisgeld beschert.  © IMAGO / ZUMA Wire

Es sollte sich jedoch ein echter Krimi entwickeln. Oliver musste bereits nach gut zwei Stunden Spielzeit die Segel streichen und durfte sich als Drittplatzierter immerhin noch über drei Millionen US-Dollar freuen.

Im Heads-up kam es dann aber zu einem vierstündigen Schlagabtausch gegen Holmes, inklusive mehrmaligem Führungswechsel.

Am Ende hatte der Deutsche das nötige Kartenglück auf seiner Seite, denn sein Ausgangsblatt war mit Karo Zehn und Sieben eher bescheiden, obwohl natürlich die Chance auf einen Flush bestand. Sein Kontrahent hatte mit König und Dame eigentlich die Nase vorn.

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Der Flop, also die ersten drei Gemeinschaftskarten, die vom Geber aufgedeckt werden, änderte das Spielgeschehen jedoch, denn Aldemir hielt plötzlich zwei Paare. Die vierte Karte, "Turn" genannt, fiel dann mit einem König wiederum zugunsten des Amerikaners aus, der sich nach der fünften aufgedeckten Karte ("River") dazu entschied, "All-In" zu gehen, also alle seine Chips auf einmal zu setzen.

Koray Aldemir nahm sich kurz Zeit zum Überlegen und ging schließlich mit. Das war das Ende vom Spiel, denn mit seinen zwei Paaren schlug er die Könige des Amerikaners und knöpfte ihm auf einen Schlag alle Chips ab.

Wenigstens konnte der Unterlegene sich mit einem Preisgeld von 4,3 Millionen US-Dollar trösten, doch der Ruhm des Weltmeisters gebührt einzig und allein dem Berliner Jungen.

Titelfoto: IMAGO / ZUMA Wire

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