NFL-Fans in München singen sich in US-Herzen! Tom Brady: "Das war ziemlich episch"

München - "This is really crazy", sagt US-Moderatorin Sara Walsh (44) ungläubig in ihr Handy, während sie nach dem "NFL Munich Game" auf dem Rasen der Allianz Arena steht. "This is insane", ergänzt ihre Kollegin Jamie Erdahl (33).

NFL-Superstar Tom Brady (45, l.) zeigte sich nach der Partie beeindruckt und sprach von einem "epischen" Moment.
NFL-Superstar Tom Brady (45, l.) zeigte sich nach der Partie beeindruckt und sprach von einem "epischen" Moment.  © Diermeier/privat

Die beiden scheinen völlig überwältigt von der Stadion-Kultur in Deutschland zu sein. Denn - anders als in den USA - verlassen die Fans bei so einem Großereignis nicht zwingend fluchtartig die Spielstätten.

In ihrem Twitter-Video erzählen die beiden, dass die Spieler längst das Spielfeld verlassen haben, während im Hintergrund Zehntausende Fans lautstark "Don’t Stop Believin'" von Journey mitsingen.

"Nicht nur, dass alle immer noch hier sind. Es ist wie das größte Karaoke-Fest." Die Leidenschaft zum Singen hat auch Superstar Tom Brady (45) beeindruckt, wie er in der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte.

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"Das war eine der ganz großen Football-Erfahrungen, die ich hatte. Und ich denke, das sagt viel nach 21 Jahren aus", so der Quarterback der Tampa Bay Buccaneers. "Als sie gegen Ende des Spiels alle 'Sweet Caroline' und 'Country Roads' sangen ... das war ziemlich episch."

Auch seine Mitgereisten, aber nicht für das Spiel aufgestellten Teamkollegen zeigten sich während der Partie beeindruckt und zückten bei dem John-Denver-Klassiker ihre Smartphones, um diesen Moment festzuhalten und vermutlich zu teilen.

Die mit 1,8 Millionen Followern beliebte Scherzseite "NFL Memes" schrieb auf Instagram zu der Situation: "München hat die besten NFL-Zuschauer, die es seit langem gegeben hat" und ergänzte als Posting-Text: "Ich hab genug gesehen. Bringt den Super Bowl nächstes Jahr nach Deutschland."

Plant der Liga-Boss mehr als eine NFL-Partie in Deutschland pro Jahr?

Auch der Chef der NFL, Roger Goodell (63), zeigte sich beeindruckt von Deutschland als Austragungsort für Ligaspiele - und feuerte die Gerüchte an, dass vielleicht mehr als nur die drei bisher noch angekündigten Partien (zweimal in Frankfurt, dazwischen noch einmal in München) stattfinden könnten.

Bei einer Live-Veranstaltung im Rahmen des Events sprach der 63-Jährige nämlich nicht mehr nur von drei Spielen in Deutschland, sondern von "mindestens" drei weiteren NFL-Begegnungen nach dem Buccaneers-Seahawks-Spektakel.

Ob er damit meinte, dass vielleicht pro Jahr mehrere Spiele live zu sehen sein werden oder ob man bereits jetzt an die Jahre über die bisher zugesagten Begegnungen hinaus plant, ließ er offen. Wie es eben seine Art ist.

So, wie die NFL jedoch in Deutschland empfangen wurde und mit wie viel Begeisterung die Spieler, Medien-Persönlichkeiten und Funktionäre davon schwärmen, wären beide Optionen wohl denkbar.

Titelfoto: Diermeier/privat

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