FC Bayern schickt die Niners Chemnitz nach drittem Play-off-Sieg in den Sommer-Urlaub!

Chemnitz - Was für eine Dramatik, was für ein Herzschlag-Finale! Die Niners Chemnitz haben im dritten Play-off-Duell mit dem FC Bayern München einen großen Kampf abgeliefert, die Sensation jedoch knapp verpasst.

Frantz Massenat (r., Niners Chemnitz) und Nihad Djedovic (2.v.r., FC Bayern München) kämpften um jeden Ball.
Frantz Massenat (r., Niners Chemnitz) und Nihad Djedovic (2.v.r., FC Bayern München) kämpften um jeden Ball.  © IMAGO / Alexander Trienitz

In der ausverkauften Messe musste sich das Team von Trainer Rodrigo Pastore am Freitagabend in der Verlängerung mit 80:87 (74:74) geschlagen geben.

Für die Niners, die die Hauptrunde auf einem starken sechsten Platz abgeschlossen hatten, ist die Saison nach der dritten Niederlage beendet. Der FC Bayern steht neben Alba Berlin, Bonn und Ludwigsburg im Halbfinale.

20 Punkte im ersten Viertel, 21 im zweiten - die Gäste von der Isar dominierten die erste Halbzeit. Nach fünf Minuten brachte Isiaha Mike die Niners von der Freiwurflinie auf 10:11 heran. Dann zog der FCB an und erstmals weg.

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Nihad Djedovic markierte Mitte des zweiten Viertels das 32:17. Chemnitz rappelte sich auf und konnte bis zur Pausensirene immerhin auf 31:41 verkürzen. Miserabel wie bereits in den ersten beiden Play-off-Duellen die Dreierquote der Sachsen. Von sieben Versuchen landete nur einer im Korb.

"Wir müssen mehr scoren. 31 Punkte in einer Halbzeit sind zu wenig, um die Bayern zu schlagen. Wir wollen heute gewinnen", betonte Jonas Richter im Halbzeit-Interview bei "Magentasport".

Chemnitz Niners verwandeln Zehn-Punkte-Rückstand in Acht-Punkte-Führung, doch zum Sieg reicht es nicht

Die Niners kamen "on fire" aus der Kabine und brannten ein Offensiv-Feuerwerk ab. Plötzlich fielen auch die Dreier: zwei von Mike, einer von Nelson Weidemann. Die Pastore-Five verkürzte auf 42:45 (23.).

Die Partie war wieder offen! Nach 25 Minuten sorgte Weidemann mit zwei Freiwürfen für den Führungswechsel: 50:49. Der Wahnsinn nahm seinen Lauf. Niklas Wimberg jagte den nächsten Dreier durch die Reuse: 57:49 (28.). Aus einem Zehn-Punkte-Rückstand hatten die Niners eine Acht-Punkte-Führung gemacht.

Beim Stand vom 63:57 ging es in die letzten zehn Minuten, in denen sich die Bayern fingen, deutlich besser verteidigten und mit einem 7:0-Lauf die Führung zurückholten. "Wir müssen aggressiver sein", forderte Pastore von seinen Jungs, die viereinhalb Minuten ohne einen einzigen Punkt geblieben waren.

Nach der Auszeit lief es offensiv besser. Angeführt vom überragenden Weidemann lieferten die Niners eine packende und dramatische Crunchtime ab. Beide Teams konnten ihren letzten Angriff nicht erfolgreich abschließen: 74:74 – Verlängerung! Leider ohne Happyend für Chemnitz.

Titelfoto: IMAGO / Alexander Trienitz

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