Coronavirus: Können die Olympia-Kandidaten ihr Training fortsetzen?

Hamburg – Trotz Corona-Pandemie: Der Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein darf unter Auflagen wieder öffnen. 

Margareta Kozuch (r.) umarmt Partnerin Laura Ludwig.
Margareta Kozuch (r.) umarmt Partnerin Laura Ludwig.  © Georg Hochmuth/APA/dpa

Die Anlage in Hamburg-Dulsberg habe eine Sondergenehmigung durch die Innenbehörde erhalten, sagte Leiterin Ingrid Unkelbach und bestätigte damit Berichte der "Bild" und vom "Hamburger Abendblatt" (Donnerstag).

"Es herrscht wieder Leben hier", sagte Unkelbach am Donnerstagmorgen.

Die Behörden in Hamburg hatten am Sonntag angekündigt, wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. April unter anderen alle privaten und öffentlichen Sportstätten zu sperren. 

Davon betroffen waren auch die Kandidatinnen und Kandidaten für die Olympischen Spiele im Sommer in Tokio. 

Unkelbach hatte daraufhin eine Sondergenehmigung beantragt. "Ich halte das für angezeigt, solange noch nichts abgesagt ist", meinte sie nach dem erfolgten positiven Bescheid.

Strenger Zeitplan im Olympiastützpunkt

Ingrid Unkelbach, Leiterin des Olympiastützpunkts Hamburg/Schleswig-Holstein, spricht während der Landespressekonferenz. 
Ingrid Unkelbach, Leiterin des Olympiastützpunkts Hamburg/Schleswig-Holstein, spricht während der Landespressekonferenz.   © picture alliance / Axel Heimken/dpa

Die Erlaubnis gilt für die Beachvolleyball-Halle, den Kraftraum und das Schwimmbecken. 

Betroffen sind allein die potenziellen Olympia-Starterinnen und Starter. Die Trainingsstätten dürfen sie unter anderen nach einem strengen Zeitplan betreten.

So können die erfolgreichen Beachvolleyball-Duos wie Olympiasiegerin Laura Ludwig mit Margareta Kozuch oder die WM-Zweiten Julius Thole und Clemens Wickler sie nur getrennt nutzen. 

Zudem müssen die Sportlerinnen und Sportler sich mit Namen und Heimatadresse registrieren, wenn sie die Anlage benutzen.

Die schleswig-holsteinische Außenstelle Ratzeburg (Rudern) ist noch in Betrieb, die Möglichkeiten in Kiel (Segeln) bleiben massiv eingeschränkt. Das Sportinternat in Hamburg ist weiter geschlossen. 

Die Physio- und die medizinischen Abteilungen am Olympiastützpunkt waren geöffnet geblieben.

Titelfoto: Georg Hochmuth/APA/dpa

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