Israel-Boykott sorgt für Olympia-Eklat! Algerischer Judoka verweigert Kampf

Tokio - Der algerische Judoka Fethi Nourine (30) hat bei den Olympischen Spielen in Tokio seinen Auftakt-Kampf gegen den Israeli Tohar Butbul (27) verweigert und auf eine Teilnahme verzichtet.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2020 gab es einen ersten Skandal.
Bei den Olympischen Sommerspielen 2020 gab es einen ersten Skandal.  © Adam Davy/PA Wire/dpa

Der Internationale Judo-Verband nahm daraufhin am Samstag Ermittlungen gegen den 30 Jahre alten Sportler und dessen Trainer auf.

Beide seien vorläufig suspendiert worden, eine Disziplinarkommission solle nun über weitere Folgen entscheiden, teilte der Weltverband IJF mit.

Nourine hätte in Tokio in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm am Montag in seinem ersten Kampf gegen Butbul antreten sollen. Daraufhin äußerten sowohl der Athlet als auch der Trainer in algerischen Medien die Absicht, bei den Spielen nicht anzutreten und begründeten dies damit, nicht gegen einen Israeli kämpfen zu wollen.

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Das Olympische Komitee Algeriens entschied laut IJF, das Duo nach Hause zu schicken und will ebenfalls Sanktionen prüfen.

Der Weltverband erklärte, die Aussagen von Nourine und seinem Coach stünden "in totalem Gegensatz zur Philosophie" des Judo-Verbandes.

Judo basiere auf Solidarität, Respekt und Freundschaft, jede Form der Diskriminierung könne daher nicht toleriert werden.

Titelfoto: Adam Davy/PA Wire/dpa

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