Kristina Vogel über Olympia 2021: "Ohne Publikum sollte es möglich sein"

Erfurt/Berlin - Eigentlich sollten die Olympischen Spiele 2020 in Tokio stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Sportwettkämpfe auf 2021 verschoben. Ob das Mega-Event tatsächlich stattfinden kann, ist derzeit mehr als fraglich.

Die ehemalige Bahnradsportlerin Kristina Vogel (30).
Die ehemalige Bahnradsportlerin Kristina Vogel (30).  © Sebastian Gollnow/dpa

Die deutsche Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel (30) wünscht sich, dass die auf das Jahr kommende Jahr verlegten Spiele in Tokio 2021 tatsächlich stattfinden können. 

Ihr Herz schlage dafür, sagte die 30-Jährige in einem Interview der "Bild am Sonntag", meinte aber auch: "Ohne Publikum sollte es möglich sein, aber das ist nicht das, was Olympia ausmacht, weder für Fans, Athleten noch die japanische Wirtschaft. Olympia ist Begegnung, nicht nur unter den Athleten", so Vogel. 

"Ich hoffe einfach, dass am besten morgen dieser Impfstoff tatsächlich kommt."

Die nach einem Trainingsunfall im Juni 2018 querschnittsgelähmte Erfurterin sprach von einem stetigen Fortschritt im Rollstuhl; sie macht derzeit den A-Schein für den Radsport. 

Vogel arbeitet als Co-Trainerin der Sportfördergruppe der Bundespolizei und soll nach eigenen Angaben im März die Nachfolge des jetzigen Coaches Jörg-Uwe Krünägel antreten. 

"Die Athleten sind meine Babys", sagte die Thüringerin und erklärte: "Manche haben wirklich Angst, dass ich zu ihnen so bin, wie ich früher zu mir war."

Mit elf Weltmeistertiteln und zwei Olympiasiegen ist die 30-Jährige neben der Australierin Anna Meares (37) die erfolgreichste Bahnradsportlerin.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

Mehr zum Thema Olympia:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0