Deutsches Olympiaboot auf dem Weg nach Tokio zerstört!

Dresden/Tokio - Herber Rückschlag für die deutschen Kanu-Hoffnungen und das wenige Tage vor dem Start der Olympischen Spiele in Tokio! Das Paradeboot K4 der Männer wurde auf dem Weg nach Japan beschädigt. Totalschaden lautet die bittere Diagnose.

Max Rendschmidt (27), Ronald Rauhe (39), Tom Liebscher (27) und Max Lemke (24) wollen bei Olympia um Gold kämpfen. Allerdings wurde ihr Boot zerstört.
Max Rendschmidt (27), Ronald Rauhe (39), Tom Liebscher (27) und Max Lemke (24) wollen bei Olympia um Gold kämpfen. Allerdings wurde ihr Boot zerstört.  © Agentur Sender und Empfänger

Als das Boot in Luxemburg für den Trip nach Japan verladen werden sollte, rammte ein Gabelstapler die Transportvorrichtung in die deutschen Olympiaboote.

Weil sich das Boot von Max Rendschmidt (27), Ronald Rauhe (39), Tom Liebscher (27) und Max Lemke (24) an unterster Position befand, entstand durch die Gabelzinken ein Riss.

Laut einer Mitteilung befindet sich der Riss unmittelbar zwischen Sitzposition zwei Ronald Rauhe und drei (Tom Liebscher).

Aus in der Qualifikation: Sächsische Kugelstoßerin Schwanitz scheitert in Tokio
Olympia 2021 Aus in der Qualifikation: Sächsische Kugelstoßerin Schwanitz scheitert in Tokio

An eine Olympia-Teilnahme mit dem beschädigten Boot ist nicht zu denken.

"Der Trainer und wir waren erst einmal ziemlich aufgelöst. Das Besondere ist, dass es dieses Boot mit dieser Bauweise auf der ganzen Welt nur zwei Mal gibt. Eins ist jetzt zerstört, dass andere haben wir aktuell bei der Vorbereitung in Duisburg genutzt. Dieses Boot muss jetzt schnellstmöglich nach Tokio", erklärt Kanu-Athlet Tom Liebscher aus Dresden, wie es jetzt weitergehen soll.

Der Riss entstand zwischen den Sitzpositionen zwei und drei.
Der Riss entstand zwischen den Sitzpositionen zwei und drei.  © Agentur Sender und Empfänger
Weil sich das Boot ganz unten befand, wurde es von den Gabelzinken des Gabelstaplers beschädigt.
Weil sich das Boot ganz unten befand, wurde es von den Gabelzinken des Gabelstaplers beschädigt.  © Agentur Sender und Empfänger

Die Kanuten reisen am 25. Juli zu den Olympischen Spielen. Dort kämpft der K4 über 500 Meter um Gold - dann hoffentlich mit dem Boot, das rechtzeitig ankommt.

Titelfoto: Agentur Sender und Empfänger

Mehr zum Thema Olympia 2021: