Drama bei Olympia: Norweger holt Goldmedaille, übergibt sich und muss in den Rollstuhl

Tokio - Auf den Triumph folgten dramatische Szenen: Der Norweger Kristian Blummenfelt (27) holte bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille im Triathlon, doch kaum hatte er die Ziellinie überschritten, wurde er zum Fall für die Sanitäter!

Völlig erschöpft: Kristian Blummenfelt (27, M.) musste nach seinem Olympia-Sieg gestützt und gleich in einen Rollstuhl gesetzt werden.
Völlig erschöpft: Kristian Blummenfelt (27, M.) musste nach seinem Olympia-Sieg gestützt und gleich in einen Rollstuhl gesetzt werden.  © Sebastian Gollnow/dpa

In der japanischen Hauptstadt Tokio herrscht zurzeit Hochsommer mit Temperaturen um die 30 Grad. So eine Hitze kann selbst olympischen Spitzenathleten zusetzen, wie nun auch das Beispiel Kristian Blummenfelt zeigt.

Der 27-Jährige beendete am frühen Montagmorgen (deutscher Zeit) nach 1:45:04 Stunden den Triathlon und wurde damit Olympia-Sieger.

Nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und dann noch zehn Kilometern Laufen kam er elf Sekunden vor dem Silbermedaillen-Gewinner Alex Yee aus Großbritannien und 20 Sekunden vor dem Bronze-Gewinner Hayden Wilde aus Neuseeland ins Ziel.

Eigentlich ein Grund zur Freude und zunächst jubelte der Norweger auch noch einige Augenblicke lang. Nachdem er über die Ziellinie geschritten war, fiel er gleich zu Boden und freute sich offenbar noch im Liegen über seinen Sieg.

Dann bemerkte sein Körper aber offenbar endgültig, wie kaputt er nach dieser Anstrengung war: Der völlig ausgepowerte Athlet konnte sich gerade so auf alle Viere aufrappeln, nur um sich dann sofort zu übergeben!

In Twitter-Videos ist zu sehen, wie sich Sanitäter und seine Kontrahenten um ihn kümmern. So ist es dann auch der Drittplatzierte Hayden Wilde, der den Norweger gemeinsam mit einem Helfer auf einen Rollstuhl hievt.

Mittlerweile geht es Kristian Blummenfelt offensichtlich besser

Bei der Siegerehrung sah der 27-jährige Norweger schon wieder deutlich besser aus.
Bei der Siegerehrung sah der 27-jährige Norweger schon wieder deutlich besser aus.  © Sebastian Gollnow/dpa

Der 27-Jährige hat inzwischen ein Bild von sich auf Instagram gepostet und damit seine Olympia-Medaille gefeiert. Außerdem konnte er bei der Siegerehrung schon wieder breit grinsen. Allzu schlecht scheint es ihm nach seinem Zusammenbruch also offenbar nicht mehr zu gehen.

Dies war allerdings nicht das erste Mal, dass es einem Olympioniken bei den aktuellen Spielen in Tokio so erging.

So erlitt die russische Bogenschützin Svetlana Gomboeva vor Kurzem sogar einen Hitzschlag und die deutsche Ruderin Leonie Menzel (22) landete nach dem Auftakt-Lauf ebenfalls im Rollstuhl, weil die Anstrengung und die Hitze sie so viel Kraft gekostet hatten.

Apropos Teilnehmer aus Deutschland: Beim Triathlon landeten die beiden deutschen Starter Jonas Schomburg und Justus Nieschlag am Ende auf den Plätzen 38 und 40.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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