Olympia geht los: Schon vor der Eröffnung gibt es erste Ergebnisse und eine Taifun-Warnung!

Tokio - Die Olympischen Spiele in Tokio laufen an! Schon vor der Eröffnungsfeier (13 Uhr deutscher Zeit) gibt es erste Wettbewerbs-Ergebnisse, bedenkliche Corona-Entwicklungen und sogar eine Taifun-Warnung!

Am Freitag um 13 Uhr deutscher Zeit startet die Eröffnungsfeier für die olympischen Sommerspiele im Stadion in Tokio.
Am Freitag um 13 Uhr deutscher Zeit startet die Eröffnungsfeier für die olympischen Sommerspiele im Stadion in Tokio.  © Michael Kappeler/dpa

Am heutigen Freitag haben die Organisatoren 19 weitere Corona-Fälle im Zusammenhang mit Olympia veröffentlicht.

Das ist der bisherige Höchstwert seit Beginn der Erfassung der Tests am 1. Juli. Damit stieg die Zahl der positiven Tests auf insgesamt 106.

Wie das Organisationskomitee in dem am Freitag veröffentlichten Tagesbericht bekannt gab, gehören zu den Betroffenen drei Athletinnen oder Athleten, die nicht aus Japan kommen. Namen oder Herkunftsländer werden vom Organisationskomitee nicht genannt.

Die umstrittenen Tokio-Spiele sollen am Freitag (13.00 Uhr MESZ/ZDF und Eurosport) im Olympiastadion eröffnet werden. Japans Regierungschef Yoshihide Suga (72) sagte in einer kurzen Video-Botschaft, die Olympioniken gäben vielen Menschen "Träume und Emotionen" und machten ihnen Mut.

"Zeigen Sie Ihre besten Leistungen", sagte Suga. Tokio befindet sich noch bis weit nach Ende der Olympischen Spiele im vierten Corona-Notstand.

Eine Mehrheit der Bevölkerung hatte sich in Umfragen immer wieder für eine erneute Verschiebung oder eine Absage der Spiele ausgesprochen.

Eröffnungsfeier im leeren Stadion - Deutscher Ruderer Zeidler erreicht Viertelfinale

Wasserspringer Patrick Hausding (32, l.) und Beachvolleyballspielerin Laura Ludwig (35) werden Deutschlands Fahnenträger bei der Eröffnungszeremonie sein.
Wasserspringer Patrick Hausding (32, l.) und Beachvolleyballspielerin Laura Ludwig (35) werden Deutschlands Fahnenträger bei der Eröffnungszeremonie sein.  © Michael Kappeler/dpa

"Von Euphorie oder Feststimmung ist in der Hauptstadt nichts zu spüren", schrieb die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun". "Viele wünschen sich einfach, dass die Veranstaltung ohne ernsthafte Probleme endet." Es seien "ungewöhnliche und bizarre" Olympische Spiele, die inmitten von "Spaltung und Misstrauen" beginnen, so das Blatt.

Bei der Eröffnungsfeier in der wegen des Zuschauerverbots weitgehend leeren Arena wird die deutsche Mannschaft als 115. der 206 Teams einziehen.

Angeführt wird das Team von den Fahnenträgern Laura Ludwig (35) und Patrick Hausding (32). Als letztes betreten Japans Sportlerinnen und Sportler das Olympiastadion. Es wird erwartet, dass Japans Kaiser Naruhito (61) als Schutzherr die Spiele offiziell für eröffnet erklärt.

Schon am Freitagvormittag hatten weitere olympische Wettbewerbe begonnen.

Einer-Ruderer Oliver Zeidler (24), eine große deutsche Gold-Hoffnung, erreichte souverän das Viertelfinale. Einen Tag vor seinem 25. Geburtstag gewann der Ingolstädter seinen Vorlauf mit einem Start-Ziel-Sieg.

Bei hohen Temperaturen konnte es sich der 2,03 Meter große Zeidler leisten, am Ende seines Laufs noch Kräfte zu sparen und ein wenig das Tempo herauszunehmen.

Oliver Zeidler (24) überzeugte mit seiner Leistung am Freitagvormittag in Tokio.
Oliver Zeidler (24) überzeugte mit seiner Leistung am Freitagvormittag in Tokio.  © Zheng Huansong/XinHua/dpa

Deutsche Bogenschützinnen mit durchwachsener Leistung - Taifun während Olympia befürchtet

Beim Bogenschießen-Vorkampf landete die deutsche Lisa Unruh (33) auf einem hinteren Platz. (Archivbild)
Beim Bogenschießen-Vorkampf landete die deutsche Lisa Unruh (33) auf einem hinteren Platz. (Archivbild)  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Die deutschen Bogenschützinnen um Rio-Silbermedaillengewinnerin Lisa Unruh (33) verpassten indes in der Qualifikationsrunde die vorderen Plätze und damit bessere Ausgangspositionen für den Einzelwettkampf.

Die russische Bogenschützin Swetlana Gombojewa (23) erlitt bei dem Wettbewerb einen Hitzschlag. Nach Angaben des Russischen Olympischen Komitees ist bei der 23-Jährigen aber schon wieder "alles in Ordnung".

In den nächsten Tagen müssen sich die Athleten in Tokio möglicherweise auf stürmische Zeiten einstellen. Eine subtropische Tiefdruckzone über dem Pazifik dürfte sich zu einem Taifun zusammenbrauen und Kurs auf die japanische Hauptinsel nehmen.

Demnach könnte sich der erwartete Taifun zu Beginn nächster Woche auf die Region Kanto um die Olympia-Stadt Tokio auswirken.

Titelfoto: Bildmontage: Michael Kappeler/dpa,Zheng Huansong/XinHua/dpa, Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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