Olympische Spiele: Sind die Corona-Testregeln in Peking sinnvoll?

Peking (China) - Die Olympischen Winterspiele werfen ihre Schatten bereits voraus: In der Debatte um die Coronavirus-Testregeln in Peking hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) das entsprechende Vorgehen nun verteidigt.

Die Olympischen Winterspiele finden dieses Jahr in Peking statt - trotz der andauernden Corona-Pandemie.
Die Olympischen Winterspiele finden dieses Jahr in Peking statt - trotz der andauernden Corona-Pandemie.  © Song Jiaru/Sipa Asia/SIPA Asia via ZUMA Press Wire/dpa

Es sei das Ziel der Organisatoren, "Omikron nicht in die geschlossene Blase zu lassen", sagte der IOC-Mediziner Brian McCloskey, der die Medizinische Expertenkommission bei Olympia in China anführt, einer Mitteilung zufolge. Umstritten ist vor allem, dass die Gastgeber andere Grenzwerte ansetzen, ab wann ein Olympia-Teilnehmer als positiv gilt.

Es sei wahrscheinlicher, dass vor ihrer Abreise negativ getestete Sportler nach ihrer Ankunft positiv getestet werden könnten, räumte McCloskey ein.

Mehrere Athleten und Funktionäre wie der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier (61) hatten zuletzt die Vorgaben der Organisatoren der am 4. Februar beginnenden Spiele deutlich kritisiert.

Im Fokus steht dabei der CT-Wert, der theoretisch angibt, wie ansteckend ein Corona-Infizierter ist. Je niedriger der Wert ist, als desto ansteckender gilt eine Person.

In Deutschland gilt man ab einem Wert von über 30 als nicht mehr infektiös.

In China ist der Wert auf 40 festgelegt. Damit wolle man die Verbreitung verhindern, erklärte McCloskey. Das Testsystem in Peking sei "effektiv und verlässlich". Bei den PCR-Tests würde vor Ort derselbe Typ wie überall in der Welt genutzt.

IOC-Mediziner Brian McCloskey (2.v.r.) hat sich zu den Testregeln bei den Winterspielen in Peking geäußert.
IOC-Mediziner Brian McCloskey (2.v.r.) hat sich zu den Testregeln bei den Winterspielen in Peking geäußert.  © EPA/CHUNG SUNG-JUN / POOL

Das entsprechende Ziel seien "nicht null Fälle, sondern null Weiterverbreitung", betonte der Mediziner. Weil die Omikron-Variante deutlich ansteckender sei, müsse man die positiven Fälle folglich sehr schnell ermitteln.

Titelfoto: Song Jiaru/Sipa Asia/SIPA Asia via ZUMA Press Wire/dpa

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