Super Bowl: Los Angeles Rams schlagen mit Comeback-Sieg Underdog Cincinnati Bengals

Los Angeles - Wer hätte zu Beginn der Saison auf dieses Matchup gewettet? In der Nacht zum Montag besiegten die Los Angeles Rams die Cincinnati Bengals mit 23:20 (7:3/6:7/3:10/7:0) im Finale der National Football League (NFL), dem Super Bowl.

Kampf um jeden Meter: Rams-Running-Back Cam Akers (M.) wird unsanft von Bengals-Cornerback Chidobe Awuzie (unten) auf den Hintern gesetzt.
Kampf um jeden Meter: Rams-Running-Back Cam Akers (M.) wird unsanft von Bengals-Cornerback Chidobe Awuzie (unten) auf den Hintern gesetzt.  © Ted S. Warren/AP/dpa

Bereits vor dem Kick Off galten die Rams als Favorit auf Bewährung. Denn die Underdogs aus Cincinnati haben in dieser Saison schon für einige Überraschungen sorgen können.

Für die ersten Punkte aber sorgten in dieser Partie Spieler aus der amerikanischen Stadt der Engel.

8.38 Minuten waren gespielt als Quarterback Matthew Stafford mit einem 17-Yards-Pass in die Endzone auf Odell Beckham Jr. zum ersten Mal für Jubel im Stadion sorgte.

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Wenige Sekunden vor dem Ende des ersten Quarters gelang den Bengals mit einem Field Goal immerhin der Anschluss zum 7:3.

Im zweiten Spielabschnitt legten die Rams jedoch gleich wieder nach, als Cooper Kupp mutterseelenallein in der Endzone stand und mit einem gefangenen 11-Yards-Pass für das 13:3 für L.A. sorgte. Der Zusatzpunkt wurde geblockt.

Trotzdem schien alles für die Rams zu laufen. Dann, aus heiterem Himmel, der Schockmoment: Odell Beckham Jr. klappte ohne Fremdeinwirkung während eines Spielzugs auf dem Feld zusammen und hielt sich verletzt das linke Knie. Für ihn ging es erstmal in die Kabine.

Vor der Halbzeit verkürzten die Bengals mit einem Trickspielzug auf 13:10. Quarterback Joe Burrow übergab auf seinen Running Back Joe Mixon. Doch der lief nicht, er passte über 6 Yards auf Tee Higgins in die Endzone.

Die verzweifelte Gegenwehr der Bengals endete 39 Sekunden vor Ende

Los Angeles Rams-Quarterback Matthew Stafford (M.) konnte sein Team kurz vor Spielende doch noch zum Sieg führen.
Los Angeles Rams-Quarterback Matthew Stafford (M.) konnte sein Team kurz vor Spielende doch noch zum Sieg führen.  © Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Kaum hatten die Zuschauer nach der Halftime-Show den Blutdruck wieder unter Kontrolle, sorgten die Cincinnati Bengals für ordentlich Action.

Gerade einmal zwölf Sekunden waren gespielt, als Burrow mit einem Pass auf Higgins für einen 75-Yards-Touchdown und der ersten Führung für die Bengals sorgten. 13:17 aus Sicht der Rams, die nun in Ballbesitz gewesen wären.

Allerdings wechselte das nach einer Interception und die Bengalischen Tiger erhöhten mit einem Field Goal auf 20 Zähler. Los Angeles konnte zumindest diese drei Punkte kurze Zeit später durch ein Field Goal egalisieren und lag nur noch 16:20 zurück. Doch die Luft schien immer mehr raus zu sein.

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Die Bengals verpassten allerdings, den Sack zuzumachen. Auch wenn die Rams ebenfalls ihre Probleme hatten, ins Spiel zurückzukommen, klopften sie weniger als zwei Minuten vor dem Abpfiff an die Endzone.

Einige Fouls später und mit 1:25 Restzeit auf der Uhr reichte schließlich ein weniger als Ein-Yard-Pass auf Cooper Kupp, und die Rams lagen mit 23:20 wieder in Führung.

Mit einem Field Goal hätte es Cincinnati in die Verlängerung schaffen können, doch gegen die Defense aus Los Angeles war in diesem Drive kein Mittel zu finden.

39 Sekunden vor Ende scheiterten die Bengals an einem nötigen First Down und die Rams erhielten den Ball zurück, um mit dem Abknien die Uhr runterlaufen zu lassen und sich den Titel zu sichern.

Auch bei ihrer dritten Teilnahme seit 1981 und 1988 im Finale (beide Male gegen die San Francisco 49ers) war den Bengals kein Sieg gegönnt.

Die Los Angeles Rams durften sich am Ende über den Gewinn der Vince-Lombardi-Trophy freuen.
Die Los Angeles Rams durften sich am Ende über den Gewinn der Vince-Lombardi-Trophy freuen.  © Ted S. Warren/AP/dpa

Zum ersten Mal seit 1999 - damals noch in St. Louis - konnten sich dafür die Rams die Vince-Lombardi-Trophy sichern. Und ihren Trainer Sean McVay mit 36 Jahren zum jüngsten Super-Bowl-Sieger-Coach der Geschichte machen.

Titelfoto: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

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