Bestes Tennis seit 2018: Angelique Kerber dachte nie an komplette Auszeit

Von Robert Semmler

London - Eine Zeit ganz ohne Tennis ist für Angelique Kerber (33) auch in der langen Phase ohne sportliche Erfolge nicht infrage gekommen.

Den Ball fest im Blick: Angelique Kerber (33) zieht beim Wimbledon-Turnier ins Halbfinale ein. Sie holt 2018 in London bereits den Titel.
Den Ball fest im Blick: Angelique Kerber (33) zieht beim Wimbledon-Turnier ins Halbfinale ein. Sie holt 2018 in London bereits den Titel.  © Alastair Grant/AP/dpa

"Die Gedanken, die waren nie da", sagte die 33-Jährige nach ihrem vierten Halbfinal-Einzug in Wimbledon am Dienstagabend.

Kerber hatte das Grand-Slam-Turnier 2018 gewonnen, musste dann aber bis vor kurzem auf den nächsten Turniersieg warten.

In der Vorbereitung auf das legendäre Rasen-Event in London holte sie beim von ihr mitorganisierten Turnier in Bad Homburg den Titel.

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Ihre Halbfinal-Gegnerin Ashleigh Barty aus Australien, der Kerber an diesem Donnerstag gegenübersteht, nahm sich 2014 eine Auszeit vom Tennis und kehrte erst knapp zwei Jahre später zurück.

Die 25-Jährige arbeitete sich danach bis an die Spitze der Weltrangliste vor, die sie derzeit anführt.

Kerber verwies darauf, dass sie durch Absage vieler Turniere wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr ebenfalls monatelang nicht gespielt habe. Sie dachte auch über ihre Karriere nach, in der es immer Höhen und Tiefen gegeben habe.

Sie arbeite hart - "bis ich das schaffe, was ich schaffen möchte", sagte die einstige Nummer eins der Welt. In diesem Jahr schied Kerber bei den Australian und French Open jeweils in der ersten Runde aus und steht derzeit auf Rang 28. Seit dem Beginn der kurzen Rasen-Saison läuft es wieder besser.

Titelfoto: Alastair Grant/AP/dpa

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