Davis-Cup-Team glücklich über historischen Sieg gegen Frankreich: "Macht so viel Spaß"

Hamburg - Ein gelungener Start! Durch den ersten Sieg gegen Frankreich seit 1938 (!) hat sich das deutsche Tennis-Team bei der Davis-Cup-Zwischenrunde am Hamburger Rothenbaum in eine gute Ausgangsposition gebracht.

Er brachte das DTB-Team gegen Frankreich auf die Siegerstraße: Jan-Lennard Struff (32, vorne) lässt sich nach seinem Einzel-Erfolg von der deutschen Mannschaft feiern.
Er brachte das DTB-Team gegen Frankreich auf die Siegerstraße: Jan-Lennard Struff (32, vorne) lässt sich nach seinem Einzel-Erfolg von der deutschen Mannschaft feiern.  © Frank Molter/dpa

Den Anfang am Mittwoch machte Jan-Lennard Struff (32), der das Auftakt-Einzel gegen Benjamin Bonzi (26) mit 6:4, 2:6, 7:5 für sich entscheiden konnte.

"Es war ein sehr schwieriges Match und ich bin froh, dass ich es gewinnen konnte", erklärte der 32-Jährige auf der anschließenden Pressekonferenz - und ergänzte: "Es ist etwas Besonderes, im Davis Cup spielen zu dürfen."

Insbesondere seine Kollegen in der DTB-Mannschaft pushten die Nummer 132 der Weltrangliste: "Es ist mega cool, das Team drumherum zu haben. Es macht einfach so viel Spaß", schwärmte Struff.

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Auch Starspieler Alexander Zverev (25) fieberte nach seinem kurzfristigen Ausfall auf der Tribüne mit. "Es ist natürlich mega schade und traurig für ihn. Er hat uns häufig gesagt, wie wichtig es für ihn ist, in seiner Heimatstadt zu spielen. Aber er war heute da in der Box und hat uns gepusht", verdeutlichte Struff.

Aufgrund des Ausfalls des 25-Jährigen trat Oscar Otte (29) im zweiten Einzel als deutsche Nummer eins an - und blieb chancenlos. Gegen Adrian Mannarino (34) unterlag der Kölner mit 4:6, 3:6.

Am Freitag steht für das deutsche Team das zweite Duell gegen Belgien an

So sieht pure Freude aus: Kevin Krawietz (30, r.) umarmt Teamkapitän Michael Kohlmann (48) nach dem entscheidenden Sieg im Doppel gegen Frankreich.
So sieht pure Freude aus: Kevin Krawietz (30, r.) umarmt Teamkapitän Michael Kohlmann (48) nach dem entscheidenden Sieg im Doppel gegen Frankreich.  © Frank Molter/dpa

Allzu enttäuscht war der 29-Jährige, der zuletzt ebenfalls mit Verletzungen zu kämpfen hatte, aber nicht: "Es war kein schlechtes Spiel von mir, der Gegner war aber einfach besser", urteilte Otte.

Mannarino habe kaum Fehler gemacht und deshalb verdient gewonnen, unterstrich die Nummer 52 der Welt. Dennoch bekräftigte der Deutsche: "Ich möchte eine gute Woche hier haben und ich bin mir sicher, dass wir gute Chancen haben, weiterzukommen."

Dank Kevin Krawietz (30) und Tim Pütz (34) könnte die deutsche Nummer eins recht behalten: Das DTB-Duo schlug Nicolas Mahut (40) und Arthur Rinderknech (27) im entscheidenden Doppel mit 6:2, 3:6, 7:6 (7:1).

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"Vielleicht hatten wir in der einen oder anderen Situation ein bisschen Glück, aber jetzt sind wir einfach sehr glücklich", erläuterte der 30-jährige Krawietz. Partner Pütz ergänzte: "Wir sind gute Freunde abseits des Platzes und zwei der besten Doppel-Spieler der Welt. Das hat uns das Selbstvertrauen gegeben."

Mit ordentlich Selbstvertrauen kann das DTB-Team nun in das zweite Duell gegen Belgien am Freitag (ab 14 Uhr) gehen. Die Belgier hatten am Dienstag mit 0:3 gegen Australien verloren.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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