Novak Djokovic muss Australien verlassen: "Ich bin extrem enttäuscht"

Australien - Novak Djokovic (34) darf nicht an den Australian Open teilnehmen und muss ausreisen.

Der Einspruch des serbischen Tennisprofis Novak Djokovic (34) gegen die Annullierung des Visums wurde abgelehnt.
Der Einspruch des serbischen Tennisprofis Novak Djokovic (34) gegen die Annullierung des Visums wurde abgelehnt.  © Mark Baker/AP/dpa

Wie das Bundesgericht in Australien am Sonntag entschied, wurde der Einspruch des serbischen Tennisprofis gegen seine verweigerte Einreise und die Annullierung des Visums abgelehnt.

Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, hieß es in der Bekanntgabe der drei Richter James Allsop, Anthony Besanko und David O'Callaghan. Die Begründung solle frühestens am Montag erfolgen. Gegen das Urteil können beide Seiten keine Rechtsmittel einlegen.

Damit kann der 34 Jahre alte Djokovic seinen Titel beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne nicht verteidigen. Sein Ziel war, mit dem 21. Titel bei einem Grand-Slam-Turnier alleiniger Rekordhalter vor Roger Federer und Rafael Nadal zu werden.

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Die Sitzung hatte gegen 9.30 Uhr (Ortszeit) begonnen.

Um kurz vor 18.00 Uhr Ortszeit wurde die Entscheidung bekannt. Wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtete, hatte Djokovic die Sitzung aus dem Büro seiner Anwälte in Melbourne verfolgt.

Die Nacht vor der Verhandlung beim Bundesgericht hatte der Rekordsieger der Australian Open in einem Abschiebehotel verbracht.

Abschließender Gerichtsverhandlung zum Fall Djokovic ging tagelange Hängepartie voraus

Neunmal hat Novak Djokovic (34) bereits die Australian Open gewonnen. In diesem Jahr kann er seinen Triumph leider nicht mehr wiederholen.
Neunmal hat Novak Djokovic (34) bereits die Australian Open gewonnen. In diesem Jahr kann er seinen Triumph leider nicht mehr wiederholen.  © James Ross/AAP/dpa

Der abschließenden Verhandlung war eine tagelange Hängepartie vorausgegangen. Am Freitag war sein Visum in einer persönlichen Entscheidung von Einwanderungsminister Alex Hawke ein zweites Mal für ungültig erklärt worden. Der Weltranglisten-Erste ist nicht gegen das Coronavirus geimpft und deswegen eine umstrittene Person in dem Land, das seit Beginn der Pandemie harte Regeln aufgestellt hat.

Als ihm die Behörden in der vorigen Woche die Einreise verweigert hatten, war er vorübergehend in ein Abschiebehotel gebracht worden.

Eine erste Gerichtsentscheidung am Montag war zu seinen Gunsten ausgefallen, Djokovic hatte daraufhin die Vorbereitung auf die Australian Open fortgesetzt.

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"Ich bin extrem enttäuscht über die Entscheidung", teilte Djokovic mit. Der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger hat die Australian Open bereits neunmal gewonnen.

"Ich fühle mich unwohl, dass ich der Fokus der vergangenen Wochen gewesen bin, und ich hoffe, dass wir uns nun alle auf das Spiel und das Turnier, das ich liebe, konzentrieren können", so Djokovic. Er werde sich nun ein bisschen Zeit nehmen, sich zu erholen, bevor er darüber hinaus weitere Kommentare abgebe.

ATP bedauert vorzeitiges Ausscheiden Djokovics bei den Australian Open

Die Herren-Tennis-Organisation ATP hat die endgültige Ausweisung des Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic aus Australien bedauert. Zwar sei die Entscheidung des Gerichts letzten Endes zu akzeptieren - "unabhängig davon, wie dieser Punkt erreicht worden ist, ist Novak einer der größten Champions unseres Sports und sein Fehlen bei den Australian Open ist ein Verlust für das Spiel", hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten ATP-Mitteilung.

Zuletzt aktualisiert, 11.18 Uhr

Titelfoto: James Ross/AAP/dpa

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