Zu lang auf dem Klo: Tennis-Star Tsitsipas wird wegen Pinkel-Pause ausgebuht!

New York - Großer Wirbel um eine Pipi-Pause! Tennisspieler Stefanos Tsitsipas (23) gönnt sich im Zweitrunden-Match der US Open erneut eine lange Toilettenpause und zieht den Unmut von Fans und Gegenspielern auf sich.

Auf und abseits des Spielfeldes beschäftigt: Stefanos Tsitsipas (23) bleibt gern mal länger in der Kabine.
Auf und abseits des Spielfeldes beschäftigt: Stefanos Tsitsipas (23) bleibt gern mal länger in der Kabine.  © Darron Cummings/AP/dpa

Schon wieder braucht Tsitsipas zu viel Zeit auf der Toilette! Im Zweitrunden-Spiel der US Open in New York nimmt sich der griechische Weltranglistendritte nach dem verlorenen dritten Satz mehr als sieben Minuten Zeit.

Sehr zum Ärger des Publikums, das danach nicht nur seinen Gegner Adrian Mannarino (33) lautstark anfeuerte, sondern Tsitsipas auch vereinzelt ausbuhte.

Auch sein Gegner in der ersten Runde, der Schotte Andy Murray (34), beschwerte sich über die lange Abwesenheit von Tsitsipas beim Stand von 2:2 nach Sätzen.

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Der Grieche blieb fast acht Minuten in der Kabine und erhielt anschließend sogar eine Verwarnung vom Schiedsrichter. "Ich habe noch nie so lange gebraucht, um auf die Toilette zu gehen", sagte Murray nach dem Match. In beiden Spielen gewann Tsitsipas nach seiner ausgedehnten Pause die Partie.

Alexander Zverev (rechts) nach seiner Niederlage gegen Tsitsipas bei den French Open im Juni. Hat der deutsche Olympiasieger hier schon genug vom Verhalten des Griechen?
Alexander Zverev (rechts) nach seiner Niederlage gegen Tsitsipas bei den French Open im Juni. Hat der deutsche Olympiasieger hier schon genug vom Verhalten des Griechen?  © Michel Euler/AP/dpa

Alexander Zverev (24), seinerseits Gegner von Tsitsipas bei den Cincinnati Masters am 22. August, erkennt ein Muster und rätselt, was der Grieche in seinen langen Pausen anstellt. "Das passiert jedes Spiel, das ist doch nicht normal. Gegen mich und Novak Djokovic bei den French Open, in Hamburg gegen Filip Krajinovic, dann wieder gegen mich in Cincinnati und nun gegen Andy Murray in New York. Stefanos spielt super, wenn er in den Satzpausen nicht gerade zum Mond und zurück fliegt."

Keine klare Regelung - Tsitsipas verteidigt sich

Der Weltranglistendritte selbst weist stets darauf hin, dass er sich im Rahmen der Regeln bewegt. "Ich habe nichts falsch gemacht, also verstehe ich es nicht. Die Leute lieben den Sport, sie kommen, um Tennis zu sehen", so der Grieche.

Allerdings muss er sich wegen dieser Eigenheit auch Vorwürfe gefallen lassen. Er würde den Rhythmus des Spiels unterbrechen oder sich sogar in den Pausen coachen lassen. Zverev verweist darauf, dass der Grieche nach seinem Toilettengang gegen ihn eine ganz andere taktische Ausrichtung gezeigt hat.

"Man darf das machen, aber es gibt so etwas wie eine ungeschriebene Regel", fügte Zverev nun in New York hinzu.

Titelfoto: Darron Cummings/AP/dpa

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