Dresdner SC vermasselt den Auftakt, aber gewinnt doch noch in Neuwied

Neuwied - Der Tabellen-Vierte Dresdner SC hat bei Bundesliga-Schlusslicht VC Neuwied den erwarteten Sieg eingefahren. Allerdings offenbarten die Dresdner Schmetterlinge beim 3:1-Erfolg zum Auftakt mächtige Probleme.

Kveta Grabovska (20, l.) fing im Zuspiel an, wurde zeitnah durch Sarah Straube (20) ausgetauscht.
Kveta Grabovska (20, l.) fing im Zuspiel an, wurde zeitnah durch Sarah Straube (20) ausgetauscht.  © Lutz Hentschel

Der DSC begann mit einer Änderung in der Startformation: Im Zuspiel durfte diesmal Kveta Grabovska (20) ran. An der Tschechin allein lag es aber nicht, dass die Gäste nicht auf die Beine kamen. Zur ersten technischen Auszeit lagen sie 5:8 hinten.

Beim 6:11 und nach deutlich zu vielen Fehlern nahm Chefcoach Alex Waibl (54) bereits seine zweite Auszeit. Nach dem 6:13 nahm er im Zuspiel Grabovska vom Feld und brachte Stammkraft Sarah Straube (20).

Ganz allmählich kamen die Dresdnerinnen auf Betriebstemperatur, funktionierten die Mechanismen. Aber nur bis zum 16:19.

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In der Crunchtime war die Fehlerquote wieder zu hoch. Als der Ball an die Decke sprang, hieß es 16:25. Jubel bei den Gastgeberinnen.

Für sie war es der erst sechste Satzgewinn in dieser Saison!

Dresdner SC beim VC Neuwied: Vierter Durchgang startet mau

Kayla Haneline (28) erzielte 19 Punkte beim Match gegen den VC Neuwied. (Archivbild)
Kayla Haneline (28) erzielte 19 Punkte beim Match gegen den VC Neuwied. (Archivbild)  © Lutz Hentschel

Ausgeglichen begann der zweite Durchgang. Doch mit fünf Punkten in Folge drehten Straube & Co. ein 5:6 zum 10:6. Der Favorit machte jetzt deutlich mehr Druck, schlug gefährlicher auf als zu Beginn der Partie.

Die Führung wurde auf 19:12 ausgebaut, die Waibl-Schützlinge dominierten klar das Geschehen. Der zweite Satzball brachte mit einem VCN-Fehler das 25:17.

Bei dieser klaren Rollenverteilung blieb es auch im dritten Akt. Die Gäste machten sofort Nägel mit Köpfen - 8:3. Der kleine, aber lautstarke DSC-Fanblock war begeistert, als Straube zwei Asse in Folge aus dem Ärmel zauberte - 13:7.

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Für das nächste Ass sorgte wenig später Kapitänin Jennifer Janiska (28). Mit dem zweiten Satzball hieß es 25:14.

Lag es an der gerade noch gezeigten klaren Überlegenheit? Im vierten Durchgang ließen die Dresdnerinnen zu Beginn Luft ran und lagen 3:5 und 7:10 hinten. Waibl nahm eine Auszeit.

Die Zuschauer erlebten in der Folge ein enges Duell mit wechselnder Führung. Das Finale gehörte aber ganz und gar dem DSC. Der machte nach dem 18:19 bei einer Aufschlagserie von Straube sieben Punkte in Folge zum 25:19. Damit war die Partie beim Tabellenletzten nach 94 Minuten mit 3:1 gewonnen.

Erfolgreichste Punktesammlerinnen beim Sieger waren Kayla Haneline (28, 19 Punkte), Lara Berger (21, 16 Punkte) und Jennifer Janiska (15 Punkte).

Titelfoto: Lutz Hentschel

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