DSC verliert zum Auftakt, aber die Leistung macht Lust auf mehr!

Dresden - Der DSC musste zum Bundesliga-Auftakt eine Niederlage hinnehmen. Die junge Dresdner Mannschaft verlor ihr Heimspiel in der mit 3000 Zuschauern rappelvollen Margon Arena gegen Vizemeister SC Potsdam nach großem Kampf mit 1:3.

Enttäuschte Gesichter beim DSC nach der 1:3-Auftaktniederlage gegen Potsdam.
Enttäuschte Gesichter beim DSC nach der 1:3-Auftaktniederlage gegen Potsdam.  © Lutz Hentschel

Der DSC startete in das Spiel mit Sarah Straube, Jennifer Janiska, Linda Bock, Libera Sophie Dreblow sowie den beiden Neuzugängen Lara Berger und Kayla Haneline.

Kapitänin Janiska machte den ersten Dresdner Punkt in der neuen Saison, sie glich zum 1:1 aus. Die Ex-Stuttgarterin Berger sorgte mit dem 4:3 für die erste Führung, Bock mit dem 5:4 für die zweite. Doch dann machte Potsdam sieben Punkte in Folge - 5:11.

Ganz stark präsentierte sich dabei SCP-Angreiferin Laura Emonts (10 Punkte im ersten Satz). Die Mannschaft von Chefcoach Alex Waibl kämpfte um den Anschluss, war beim 18:19 wieder dran. Janiska glich mit einem Angriff zum 20:20 aus. Die Gäste legten aber wieder vor. Als Berger abgeblockt wurde, hieß es 22:25, war der erste Satz verloren.

Der DSC kämpfte um jeden Punkt und zeigte, welch enormes Potenzial im Team steckt

Der DSC kämpfte aufopferungsvoll um jeden Punkt.
Der DSC kämpfte aufopferungsvoll um jeden Punkt.  © Lutz Hentschel

Der zweite Durchgang gehörte dem DSC. Der schlug nicht nur gefährlich auf und griff erfolgreich an.

Er bekam jetzt auch Potsdams Topscorerin Emonts gut in den Griff, die mehrfach geblockt und zudem in der Annahme beschäftigt wurde. Als die Waibl-Schützlinge vom 6:4 auf 12:5 davonzogen, wurde es ganz laut in der Halle. Nach dem 24:18 durch Janiska erhoben sich die Zuschauer von ihren Plätzen und bejubelten prompt den Blockpunkt zum 25:18.

"Wir werden um jeden einzelnen Punkt spielen", hatte Kapitänin Janiska vor dem Ost-Duell im Gespräch mit TAG24 erklärt. Deutlicher Beweis dafür war der dritte Akt, in dem beide Teams verbissen um jeden Ball kämpften. Es ging lange ganz eng zu.

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Nach einem 16:18-Rückstand drehte der DSC den Spieß zum 20:18 um, geriet aber wieder in Rückstand - 22:24. Drei Potsdamer Satzbälle wehrten Janiska & Co. ab, konnten ihren eigenen beim Stand von 26:25 nicht nutzen und verloren schließlich mit 26:28.

DSC-Coach Waibl hadert trotz gedämpfter Erwartungshaltung mit der Niederlage

Trotz der Niederlage gab es für den DSC auch viele, viele gute Situationen zu bejubeln.
Trotz der Niederlage gab es für den DSC auch viele, viele gute Situationen zu bejubeln.  © Lutz Hentschel

Der heiße Schlagabtausch ging im vierten Durchgang unvermindert weiter.

Nach dem 16:16 legten die Gäste vor (19:22), der DSC kämpfte sich aber wieder auf 22:23 ran. Doch die letzten beiden Punkte machte der Vizemeister - 22:25.

Chefcoach Waibl ärgerte sich kurz nach der Niederlage, "weil wir verloren haben. Wir müssen die Chance im dritten Satz nutzen. Wir hätten auf alle Fälle in den Tiebreak kommen müssen." Nach einigen Sekunden Pause ergänzte er: "Potsdam hat verdient gewonnen. Wir haben am Limit gespielt. Wir haben das gespielt, was wir können. Es gibt nichts, das schlecht war."

Als wertvollste Spielerin beim DSC wurde Jennifer Janiska ausgezeichnet, beim SCP Laura Emonts. Beide waren mit 20 bzw. 23 Punkten auch die Topscorerin ihres Teams.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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