Biathlon-Bundestrainer Kirchner: "Müssen Ruhe bewahren"

Ruhpolding - Bundestrainer Mark Kirchner (51) hat nach den schwachen Leistungen der deutschen Biathletinnen beim Heim-Weltcup in Ruhpolding Ruhe angemahnt.

Laut ihrer eigenen Aussage hat Franziska Hildebrand (34) versucht, alles besonders richtig zu machen - und das ging schließlich schief.
Laut ihrer eigenen Aussage hat Franziska Hildebrand (34) versucht, alles besonders richtig zu machen - und das ging schließlich schief.  © Sven Hoppe/dpa

"Und wir müssen die Zeit nutzen, um uns kontinuierlich auf die Wettkämpfe in Peking vorzubereiten. Und das nehmen wir an", sagte Kirchner.

Altmeisterin Franziska Hildebrand (34) hatte in der Chiemgau Arena mit den Rängen 17 und 20 für die besten Ergebnisse gesorgt.

Und sie wird auch bei der Olympia-Generalprobe ab Donnerstag in Altholz starten und dort neben dem Einzel sicher auch in der Staffel wieder zum Einsatz kommen. Im besten Fall qualifiziert sie sich zudem für den Massenstart.

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In Südtirol hat die zweimalige Staffel-Weltmeisterin noch die Chance, das Peking-Ticket zu lösen.

Aber auch ohne Norm wäre ein Nominierung der routinierten 34-Jährigen denkbar. Denn Hildebrand zeigte in der Ruhpolding-Staffel (4.) eine gute Leistung.

Die in den zweitklassigen IBU-Cup versetzte Janina Hettich (25) konnte dort zwar das Einzelrennen gewinnen, im Sprint wurde sie aber nur 20. und in der Verfolgung mit sechs Schießfehlern lediglich 27. - nicht unbedingt eine Empfehlung für den Saisonhöhepunkt.

Fünf Quotenplätze haben die deutschen Damen, und die werden angesichts der Corona-Problematik auch besetzt werden.

Verlassen antrainierter Muster als Fehlerquelle

Biathlon-Bundestrainer Mark Kirchner (51) will die Zeit nutzen, um seine Athleten "kontinuierlich auf die Wettkämpfe in Peking vorzubereiten".
Biathlon-Bundestrainer Mark Kirchner (51) will die Zeit nutzen, um seine Athleten "kontinuierlich auf die Wettkämpfe in Peking vorzubereiten".  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Hildebrand zog trotz der verpassten Chance auf die Normerfüllung ein überwiegend positives Fazit nach Ruhpolding.

"Ich freue mich, dass es läuferisch vorwärts geht", sagte Hildebrand, die im Jagdrennen am Sonntag einen Sprung in die Top Ten durch drei Fehler beim ersten Stehendschießen vergeben hatte.

"Ich habe in diesem Moment die Sachen nicht so gemacht, wie ich sie sonst im Training mache. Sondern ich habe versucht, was besonders richtig zu machen und das ging halt nach hinten los", erklärte Hildebrand.

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Sie habe ihre antrainierten Muster verlassen: "Und deshalb entstehen auch solche Fehler."

In Antholz fehlen wird Franziska Preuß (27), die nach ihrer Corona-Infektion erst wieder mit leichtem Training beginnt.

Denise Herrmann (33), die wie Preuß, Vanessa Hinz (29) und Vanessa Voigt (24) die Olympia-Norm hat, läuft nur am Sonntag im Massenstart, Hinz lässt die Rennen aus.

"Es ist immer noch alles möglich. Ich tue mein Bestes und dann schauen wir, was rauskommt", sagte Hildebrand mit Blick auf Olympia.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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