Östersund (Schweden) - Dämpfer zum Auftakt für die deutschen Biathletinnen! Die DSV-Staffel um Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz, Selina Grotian und Franziska Preuß verpasste im ersten Saisonrennen die Podestplätze klar und musste sich beim überlegenen Sieg der Französinnen mit einem enttäuschenden elften Rang begnügen.
Den guten Start für das deutsche Quartett machten gleich zwei Rückkehrerinnen: Vanessa Voigt, die die vergangene Saison wegen einer Lungenentzündung abbrechen musste, und Janina Hettich-Walz, die im Februar Tochter Karlotta zur Welt brachte, liefen zum ersten Mal seit zehn bzw. 20 Monaten wieder im Weltcup.
Als Startläuferin zeigte Voigt besonders am Schießstand eine blitzsaubere Leistung ohne Nachlader, hatte aber auf der Strecke ein wenig das Nachsehen und übergab auf dem siebten Rang an Hettich-Walz, die ein umgedrehtes Bild lieferte und zwar insgesamt drei Nachlader brauchte, dafür aber in der Loipe überzeugte und in der Spitzengruppe mitmischte.
Im Ziel schob sie Deutschland auf Platz vier vor und strahlte nach ihrem Comeback ein "Es hat sich angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen" in die Kamera.
Biathlon: Selina Grotian erwischt rabenschwarzen Tag am Schießstand
Auf der dritten Position übernahm Grotian, doch die 21-Jährige erwischte im Liegendanschlag einen rabenschwarzen Tag und musste zweimal in die Strafrunde gehen. Auch eine schnelle und fehlerfreie Leistung im Stehen brachte sie nicht weiter nach vorne.
"Das hätte nicht passieren dürfen", sagte die enttäuschte Grotian. Sie sei vor dem Rennen "brutal aufgeregt" gewesen, so aufgeregt wie lange nicht mehr: "Es tut mir leid für die anderen."
Die amtierende Gesamtweltcupsiegerin Preuß konnte auf der Schlussposition von Rang zehn übernehmend somit nur noch Schadensbegrenzung betreiben, doch auch die 31-Jährige erwischte nicht ihren besten Tag.
Auch Preuß ging in die Strafrunde, sodass es am Ende nur für den enttäuschenden elften Platz reichte, der Rückstand auf die Siegerinnen betrug satte 3:16,2 Minuten.
Vorne lief das französische Quartett um Lou Jeanmonnot trotz des Fehlens der gesperrten Julia Simon dominant zum ersten Saisonsieg, die weiteren Plätze auf dem Podium schnappten sich überraschend Italien und Tschechien, weil neben Deutschland auch die weiteren Favoritinnen um Schweden und Norwegen mehrfach in die Strafrunde gehen mussten.