Laura Dahlmeier und der Gedanke an ein Comeback-Rennen

München - Für ein Rennen hat Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (28) mal an ein Comeback gedacht. Der Gedanke an mehr Auftritte in der Loipe und am Schießstand hielt sie aber auch davon ab.

Laura Dahlmeier (28) hat noch viel vor - abseits des Sports.
Laura Dahlmeier (28) hat noch viel vor - abseits des Sports.  © Matthias Balk/dpa

"Ich war viel beim Klettern, beim Bergsteigen, bin Skitouren gegangen oder war beim Langlaufen. Da habe ich mir gedacht, wäre ich noch fit? Wir wäre es, wenn sie mir ein Gewehr in die Hand drücken und ich noch einmal an den Start gehe?", sagte Dahlmeier der Augsburger Allgemeinen in einem Interview über ihr Jahr nach dem Rücktritt und führte weiter aus: "Es hat in den Fingern gejuckt, für ein Rennen hätte ich es noch mal wissen wollen."

Dahlmeier hatte im Mai 2019 ihre Karriere beendet, sie trat als zweimalige Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin ab. Sie war damals gerade 25 Jahre alt. "Ich habe im Jahr nach dem Rücktritt nur das gemacht, was ich wollte", sagte Dahlmeier und erzählte weiter von den Gedanken an ein Comeback-Rennen. Letztlich sei ihr klar gewesen, dass dies keine realistische Option gewesen wäre.

Wenn man den Gedanken zu Ende denke, dann sei klar, "dass es nicht bei einem Rennen bleibt. Ich will nicht mehr mein ganzes Leben auf den Biathlonsport ausrichten", sagte die mittlerweile 28-Jährige, die ihr Leben nun als Studentin genießt.

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Als potenzielle Bundestrainerin im Biathlon sieht sich Dahlmeier auch nicht.

Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (28) hatte im Mai 2019 ihre Karriere beendet.
Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (28) hatte im Mai 2019 ihre Karriere beendet.  © Friso Gentsch/dpa

Laura Dahlmeier genießt persönliche Freiheit

"Ich habe für mein Studium ein Praktikum beim Deutschen Skiverband machen dürfen, war auch bei einem Nachwuchscamp des Biathlon-Weltverbandes IBU dabei. Mal eine Woche dabei zu sein, hat mir viel Freude gemacht. Aber als Bundestrainerin wäre ich wieder das ganze Jahr genauso viel unterwegs wie als Sportlerin", erklärte sie.

So etwas müsse man entweder hundertprozentig oder gar nicht machen. "Das will ich nicht mehr. Ich finde es schön, nicht mehr so viel zu reisen und das ganze Jahr nicht auf den Biathlon-Kalender abstimmen zu müssen."

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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