Weltcup in Oberhof: Geht das wirklich gut aus?

Oberhof - In Oberhof soll in dieser Woche der Biathlon-Weltcup ausgetragen werden. So richtig glauben kann man es eigentlich nicht. Und auch bei den Organisatoren dürfte der Puls höherschlagen. Ein Wettkampftag wurde wegen der widrigen Witterungsbedingungen bereits gestrichen.

Hier sollen am Freitag die weltbesten Ski-Jäger um Punkte kämpfen. Aber nicht auf Skirollern!
Hier sollen am Freitag die weltbesten Ski-Jäger um Punkte kämpfen. Aber nicht auf Skirollern!  © Carsten Jentzsch

Zwei Grad und Dauer-Nieselregen! Dazu reichlich Asphalt und eine Pampe, die nicht mehr viel mit Schnee gemein hat. Vor allem, weil sie mitunter komplett die Farbe gewechselt hat.

Wem es am Dienstagmittag gelingt, einen Blick in die Arena am Rennsteig zu erhaschen, der mag sich kaum vorstellen können, dass hier am Donnerstag, nein: am Freitag, ein Biathlon-Weltcup ausgetragen werden soll.

Inzwischen nämlich wurde der Weltcup in Thüringen von vier auf drei Tage verkürzt. Ursprünglich sollte es am Donnerstag mit dem Sprint der Männer losgehen.

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Nun jedoch wurde der Wettkampf über zehn Kilometer auf Freitag (11.30 Uhr) verlegt und findet nur wenige Stunden vor dem Rennen der Frauen (14.15 Uhr) statt. Damit sollen die Strecken geschont werden.

Einen Tag bevor die Internationale Biathlon Union (IBU) die Programm-Änderung bekannt gab, verkündete die Oberhofer Sport und Event GmbH via Facebook noch ganz stolz, dass die Weltcup-Rennen nicht in Gefahr seien - ein Beitrag, der auch vom Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum geteilt wurde.

Petrus macht es spannend

Kaum vorstellbar: In dieser Woche soll hier ein Biathlon-Weltcup ausgetragen werden.
Kaum vorstellbar: In dieser Woche soll hier ein Biathlon-Weltcup ausgetragen werden.  © Carsten Jentzsch

Nun aber scheint der Puls doch höherzuschlagen. Ansonsten hätte man wohl kaum einen Wettkampftag einfach mal so gestrichen. Und, ob das am Ende wirklich ausreicht, um einen vernünftigen Wettkampf zu garantieren, ist ebenso fraglich, wie so manch eine Leistung deutscher Biathleten am Schießstand.

Wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes am Dienstag gegenüber TAG24 mitteilte, wird es in Sachen Wetter die komplette Woche über in Oberhof ein "heftiges Hin und Her" geben. Es werde ein stetiges "Pendeln um die null Grad".

Aber vielleicht schafft man es bei der Generalprobe, ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Oberhof gerade so - auf der letzten Rille - die Wettkämpfe über die Bühne zu bringen.

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Denn eine Absage dürfte im Jahr vor der WM für die Organisatoren sicherlich keine Option darstellen.

Auch, wenn es dann womöglich wieder aus allen Richtungen Kritik an den Bedingungen hageln wird.

Titelfoto: Carsten Jentzsch

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