Bronze im Teamsprint bei Ski-WM in Oberstdorf: "Fühlt sich an wie eine Goldene gerade"

Oberstdorf - Der ganze WM-Frust der vergangenen Tage war bei Eric Frenzel (32) und Fabian Rießle (30) wie weggewischt. Nach einer fulminanten Aufholjagd, mit der das Titelverteidiger-Duo im Teamsprint Bronze gewann, waren die Nordischen Kombinierer in der prächtig-sonnigen Winteridylle von Oberstdorf einfach nur glücklich.

Freudenstürme im Ziel bei Eric Frenzel (32), der einen grandiosen Schlussspurt hinlege und seinem Team-Mitglied Fabian Rießle (30) über Bronze.
Freudenstürme im Ziel bei Eric Frenzel (32), der einen grandiosen Schlussspurt hinlege und seinem Team-Mitglied Fabian Rießle (30) über Bronze.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

"Das fühlt sich an wie 'ne Goldene gerade", sagte Lokalmatador Rießle. Mit Rang drei nach einem Großschanzensprung und dem Lauf über 2x7,5 Kilometer verhinderte das hochdekorierte Duo ein sportliches Fiasko und betrieb zum Abschluss der Heim-WM Schadensbegrenzung.

Damit haben die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch in vier WM-Wettbewerben zwei Medaillen geholt und sind hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben.

"Wir wollten ein bisschen mehr haben, das gebe ich zu. Die Trauben hängen aber ziemlich hoch", bilanzierte Weinbuch nach dem Rennen.

Am Samstag war er jedoch beeindruckt, dass seine Schützlinge den "eigentlich nicht aufzuholenden" Rückstand nach dem schwachen Sprung von Rießle auf Bronze doch vor der Schlussrunde wettgemacht hatten. "Die Jungs haben an die Chance geglaubt und zum Schluss hat es zu Bronze gereicht."

Gold ging an Österreich mit Einzel-Weltmeister Johannes Lamparter und Lukas Greiderer vor den Norwegern Jarl Magnus Riiber und Espen Andersen.

Frenzel, der im packenden Schlussspurt den Japaner Akito Watabe besiegte, sagte: "Da bin ich sehr, sehr glücklich, dass wir die Medaille noch geholt haben. Wir haben in den Lauf wieder alles reingelegt." Für den 32-jährigen aus dem sächsischen Geyer war's die 17. WM-Medaille insgesamt. Er zog mit dem legendären Norweger Björn Daehlie gleich.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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