DEL-Saison auf der Kippe: Für manche Vereine sieht es zappenduster aus!

Deutschland - In der kommenden Woche soll es soweit sein: Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) will eine Entscheidung fällen, wie es in der höchsten Spielklasse des Landes angesichts der Sars-CoV-2-Situation weitergehen soll.

Berlin gegen Mannheim. Ersten Einschätzungen nach, wäre ein solches Zusammentreffen bei einer Saison 2020/21 nicht ausgeschlossen. (Archiv)
Berlin gegen Mannheim. Ersten Einschätzungen nach, wäre ein solches Zusammentreffen bei einer Saison 2020/21 nicht ausgeschlossen. (Archiv)  © Andreas Gora/dpa

Wie das Sportportal "kicker.de" berichtet, sollen der ERC Ingolstadt und die Nürnberg Ice Tigers bereits fest zugesagt haben, für einen möglichen Spielbetrieb bereit zu stehen.

Die Saison sollte eigentlich am Freitag (13. November) beginnen, wurde aber bereits vor einigen Tagen vorerst abgesagt, wie die DEL selbst auf ihrer Homepage mitteilte.

"Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind die nach wie vor fehlende Planungssicherheit für die Clubs im Zusammenhang mit den Vorgaben der Politik, maximal 20 Prozent der Zuschauerkapazität zuzulassen sowie die dadurch bedingten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen", heißt es in der Mitteilung.

Ziel sei es nun, alle Optionen zu prüfen und Voraussetzungen zu schaffen, um "einen Saisonstart in der zweiten Hälfte des Dezembers zu realisieren". 

Die Situation ist entsprechend mit vielen Fragezeichen versehen. Auch wenn man jetzt mit der Möglichkeit plant, maximal 20 Prozent der Zuschauer ins Stadion zu lassen, sind auch sogenannte "Geisterspiele" nicht gänzlich ausgeschlossen. Da ist man von der Entscheidung der Politik abhängig - und zum Teil auch vom jeweiligen Bundesland.

Man rechne offenbar jedoch mit Zusagen der Vereine aus München, Mannheim und Berlin. Sorgenkinder seien - laut "kicker" - vor allem die Straubing Tigers, die Kölner Haie und die Augsburger Panther.

Straubing, Köln und Augsburg sind äußerst fraglich

München (l., hier: Jason Jaffray) könnte vermutlich einen Spielbetrieb starten, Straubing (hier: Travis Turnbull) vermutlich nicht. (Archiv)
München (l., hier: Jason Jaffray) könnte vermutlich einen Spielbetrieb starten, Straubing (hier: Travis Turnbull) vermutlich nicht. (Archiv)  © Lino Mirgeler/dpa

Während man in Köln noch auf Unterstützung unter anderem von Promis, wie offenbar Fußball-Star Lukas Podolski - der mehrere Zehntausend "Geistertickets" gekauft haben soll - rechnen konnte, müssen Vereine wie die Straubing Tigers abwägen, wie viel Minus sie in diesem Jahr riskieren können.

Bereits Mitte Oktober zeigte die "Süddeutsche" das Dilemma des niederbayerischen Überraschungsteams der vergangenen Saison auf: "Trotzdem lautet eine Rechnung Sennebogens (Tigers-Geschäftsführerin Gaby Sennebogen, Anm. d. Red.) mittlerweile so: 1,5 Millionen Euro Minus ohne Eishockey-Saison; oder vier Millionen Euro Minus mit maximal 20 Prozent Auslastung," hieß es in dem Beitrag.

Mögliche Geisterspiele sind in dieser Rechnung noch gar nicht aufgezeigt. Ein Spielbetrieb wäre unter diesen Voraussetzungen vermutlich ein Todesurteil für das DEL-Team. "Für mich steht die Wirtschaftlichkeit vor dem Sport. Unser Ziel ist, dass es uns danach noch gibt", wird die 59-Jährige zitiert. 

Ob es jedoch überhaupt im Raum steht, einen Spielbetrieb möglicherweise verpassen zu können, wird sie ohnehin erst nach der DEL-Versammlung am 19. November zeigen - dann will man festlegen, ob es einen Spielbetrieb geben wird oder nicht.

Am Mittwoch startet für die Eishockey-Fans zumindest ein Turnier mit acht DEL-Teams. Um 19.30 Uhr treffen die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven im "MagentaSportCup" auf ihre Artgenossen, die Krefeld Pinguine. Alle Spiele in der Übersicht findest du >>> hier.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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