Haie vernaschen Grizzlys: Hannibal "der Große" als Bärentöter

Wolfsburg - Es bleibt dabei: In der Bärenhöhle fühlen sich die Kölner Haie in dieser Saison pudelwohl. Die Mannschaft von Headcoach Uwe Krupp (55) lieferte am Freitag bei den Grizzlys Wolfsburg eine bärenstarke Partie ab und gewann verdient mit 3:2 (3:1, 0:0, 0:1). Es war bereits der dritte Saisonsieg gegen die Autostädter.

Headcoach Uwe Krupp (55, stehend) und seine Mannschaft sind nach dem Sieg wieder in Schlagdistanz zu den Playoff-Plätzen. (Archivbild)
Headcoach Uwe Krupp (55, stehend) und seine Mannschaft sind nach dem Sieg wieder in Schlagdistanz zu den Playoff-Plätzen. (Archivbild)  © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Anders als bei der 3:6-Heimniederlage am Mittwoch gegen Berlin, präsentierte sich der KEC vom ersten Bully an hellwach. "Wir kamen mit einer guten Einstellung zum Spiel. Wir haben eine gute Leistung gebracht und machen hoffentlich so weiter", sagte Angreifer Frederik Tiffels (25) im Interview bei Magenta Sport.

Rückenwind bekamen die Kölner vor allem durch das schadlose Überstehen einer langen 3-auf-5-Unterzahlsituation. Die Haie zeigten großen Einsatz und konnten sich in dieser Phase auf Hannibal Weitzmann (25) verlassen. Der Haie-Schlussmann erwischte einen absoluten Sahne-Tag und hielt sein Team in dieser Phase mit tollen Reflexen gleich mehrfach im Spiel.

Als sich das Krupp-Team anschließend selbst in Überzahl versuchen durften, schnappte es eiskalt zu. Landon Ferraro stand in der 11. Minute goldrichtig und brachte den KEC mit 1:0 in Front.

Der Wolfsburger Ausgleich durch Anthony Rech (16.) viel aus dem Nichts, doch die Domstädter hatten eine passende Antwort parat. Nur 23 Sekunden später netzte Jon Matsumoto (16.) zur erneuten Haie-Führung. F. Tiffels (20.) erhöhte noch vor der ersten Pause auf 3:1 aus Kölner Sicht.

Mit Rückendwind zum Derby-Kracher gegen die DEG

Haie-Schlussmann Hannibal Weitzmann (25) behielt in der Wolfsburger Bärenhöhle den Durchblick und war für sein Team ein starker Rückhalt. (Archivbild)
Haie-Schlussmann Hannibal Weitzmann (25) behielt in der Wolfsburger Bärenhöhle den Durchblick und war für sein Team ein starker Rückhalt. (Archivbild)  © Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Nach einem torlosen Mittelabschnitt, der vor allem Goalie Hannibal "dem Großen" zu verdanken war, wurde es im Schlussabschnitt noch einmal spannend. Die Wolfsburger kamen mit viel Energie aus der Kabine und hatten den KEC zunächst lange Zeit im eigenen Drittel eingeschnürt.

Folgerichtig fiel dann auch der 2:3-Anschlusstreffer durch Jeff Likens (52.). Es sollte aber das letzte Tor des Abends bleiben. Mit Glück und Geschick retteten die Kölner den Sieg und damit drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Teilnahme ins Ziel.

Garant für den Sieg war neben Weitzmann, der insgesamt 37 von 39 Schüssen auf sein Gehäuse entschärfen konnte (Fangquote 94,87 Prozent), auch das perfekte Unterzahlspiel der Kölner.

Bereits am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) treffen die Haie erneut auf die Grizzlys Wolfsburg, dann aber in der heimischen Lanxess Arena.

Vorher geht es für den KEC am Montag aber noch zum letzten großen Derby der Hauptrunde zum rheinischen Rivalen nach Düsseldorf (20.30 Uhr). Beide Spiele werden live von Magenta Sport übertragen.

Titelfoto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

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