Eklat nach Chaos-WM: Eishockey-Team trinkt, raucht und wird aus Flugzeug geworfen!

Calgary (Kanada) - Keine Manieren: Nach dem coronabedingten Abbruch der U-20-Eishockey-WM in Kanada benahm sich die russische Nachwuchsauswahl auf dem geplanten Rückflug dermaßen daneben, dass die Maschine erstmal am Boden blieb.

Die russische U20-Mannschaft feierte nicht nur im Flieger, sondern auch auf dem Eis, wie hier beim Viertelfinalsieg gegen Deutschland.
Die russische U20-Mannschaft feierte nicht nur im Flieger, sondern auch auf dem Eis, wie hier beim Viertelfinalsieg gegen Deutschland.  © Jason Franson/The Canadian Press/AP/dpa

Die Eishockey-Junioren rauchten, tranken und ignorierten die Maskenpflicht, wie die schwedische Journalistin Marie Lehmann, die ebenso im Flugzeug saß, auf Twitter berichtete.

Auch nach mehrmaligen Durchsagen und Anweisungen der Crew reagierten die Russen nicht und setzten ihre wilde Party fort.

Irgendwann wurde das Verhalten der Fluggesellschaft "Air Canada" zu bunt - sie schmiss die betrunkenen Sportler noch vor dem Start aus dem Flieger.

Allerdings passierte der Besatzung während der Disziplinarmaßnahme ein Fauxpas, denn die tschechische Nationalmannschaft wurde auch aus der Maschine entfernt, obwohl die Spieler nicht an der wüsten Feier beteiligt waren.

Offenbar ähnelte sich die Kleidung der beiden Teams aber so sehr, dass das Flugzeugpersonal durcheinander kam und auch die Tschechen bestrafte. Dafür entschuldigte sich die Airline anschließend und bezahlte den Jungs entstandene Hotelkosten sowie den späteren Heimflug.

Die schwedische Journalistin Marie Lehmann berichtete live aus dem Flugzeug

Der Flug von Calgary nach Frankfurt hatte durch das Fehlverhalten des Teams insgesamt drei Stunden Verspätung. Doch die Flieger-Sause könnte noch ein Nachspiel haben: Der Internationale Eishockey-Verband IIHF nahm die Ermittlungen zu dem Vorfall auf.

Titelfoto: Jason Franson/The Canadian Press/AP/dpa

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