Obligatorische Klatsche gegen München: Haie-Abwehr zahlt erneut Lehrgeld

München - Chance erneut verpasst. Schon zum wiederholten Mal vergeigen die Kölner Haie ein Spiel, bei dem die Möglichkeit besteht, mit einem Sieg auf einen der begehrten Playoff-Plätze zu springen. So wie am Samstag.

Jason Akeson (30) konnte nicht an seine Top-Leistung aus der Partie gegen die Nürnberg Ice Tigers anknüpfen. Da hatte der Kanadier noch einen Hattrick erzielt. In München ging er leer aus. (Archivfoto)
Jason Akeson (30) konnte nicht an seine Top-Leistung aus der Partie gegen die Nürnberg Ice Tigers anknüpfen. Da hatte der Kanadier noch einen Hattrick erzielt. In München ging er leer aus. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Am 31. Spieltag kassierten die Rheinländer gegen den EHC Red Bull München mit 2:6 (0:1, 1:3, 1:2) die obligatorische Abreibung beim Gastspiel in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Hausherren bleiben damit der Angstgegner der Domstädter.

Der letzten Kölner Sieg in der DEL-Hauptrunde liegt mittlerweile über vier Jahre zurück (2:1, 3. Januar 2017). Durch die Niederlage fiel der KEC in der Nord-Gruppe wieder hinter den rheinischen Rivalen aus Düsseldorf auf Rang sechs zurück. Es war bereits die zwölfte Niederlage im 27. Saisonspiel.

Dabei startete das Team von Headcoach Uwe Krupp (55) äußerst mutig in die Partie. Beide Teams erspielten sich durch ein hohes Tempo eine Vielzahl an Tormöglichkeiten. Dennoch dauerte es bis zur 19. Minute ehe der Puck das erste Mal im Netz zappelte. Allerdings auf der falschen Seite.

Mark Voakes brachte die Gastgeber mit einem Treffer in Überzahl mit 1:0 in Führung. Schon nach dem ersten Drittel hatten die Münchener satte 20 Schüsse auf das Gehäuse von Hannibal Weitzmann (25) abgefeuert. Verdammt viel Arbeit für den jungen Haie-Goalie.

Simon Gnyp (19) erzielt sein erstes Tor in der Deutschen Eishockey Liga

Viel zu tun: München schoss 59 Mal auf das Tor von Hannibal Weitzmann (25). 53 Saves verbuchte der Haie-Goalie. Sechs Mal war er allerdings machtlos. (Archivfoto)
Viel zu tun: München schoss 59 Mal auf das Tor von Hannibal Weitzmann (25). 53 Saves verbuchte der Haie-Goalie. Sechs Mal war er allerdings machtlos. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Das zweite Drittel begann, wie das erste geendet hatte. Bei erneut einem Mann mehr auf dem Eis erhöhte Frank Mauer (23.) auf 2:0 für den EHC. Noch hatten die Gäste aus der Domstadt aber etwas entgegenzusetzen und schlugen in Person von Marcel Müller (24.) postwendend zurück - nur noch 1:2 aus Haie-Sicht.

Doch die Bayern blieben das dominierende Team und erhöhten mit einem Doppelschlag durch Mauer (32.) und Justin Schütz (34.) schnell auf 4:1. Bei einer Schuss-Statistik von nunmehr 40:17 eine mehr als verdiente Führung.

Im Schlussabschnitt versuchte das Team von Uwe Krupp nochmal alles und kam durch den ersten DEL-Treffer von Nachwuchstalent Simon Gnyp (19) in der 42. Minute auch nochmal auf 2:4 heran.

Doch die roten Bullen erstickten den letzten Funken Hoffnung auf einen Punktgewinn in der Fremde gleich wieder im Keim. Christopher Bourque (46.) und erneut Voakes im Powerplay (48.) bauten die Führung innerhalb von zwei Minuten auf 6:2 aus.

Dabei blieb es bis zur Schlusssirene. Am Ende setzte sich die höhere individuelle Klasse und das effizientere Powerplay der Hausherren gegen tapfer kämpfende Gäste aus Köln durch.

Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt dem KEC nicht. Schon am Sonntag, also keine 24 Stunden später, geht der Bayern-Roadtrip weiter. Dann tritt das Krupp-Team ab 17 Uhr (live auf MagentaSport und Sport1) bei den Augsburger Panthern an. Drei Punkte wären im Kampf um eine Top-4-Platzierung eminent wichtig.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr zum Thema Eishockey: