Anna Seidel vor Heim-Weltcup in Dresden: Shorttrack-Ass braucht "den Kick"!

Dresden - Anna Seidel (24), Deutschlands beste Shorttrackerin, geht selbstbewusst und mit großen Erwartungen in den Heim-Weltcup am Wochenende in Dresden.

Anna Seidel (24) strahlt Zuversicht für den Heim-Weltcup aus. Für die Rennen hat sie vier Paar Kufen.
Anna Seidel (24) strahlt Zuversicht für den Heim-Weltcup aus. Für die Rennen hat sie vier Paar Kufen.  © Lutz Hentschel

"Ich bin absolut motiviert", sagt die Lokalmatadorin. "Die Medaille darf auch mal eine andere Farbe haben. Es wäre schön, zu gewinnen."

Dabei war es mit den Events in Dresden für Seidel in der Vergangenheit immer so eine Sache. "Diesmal bin ich entspannter als in den Vorjahren. Ich freue mich, will das mitnehmen", unterstreicht die 24-Jährige.

Woher kommt das Selbstbewusstsein, die Lockerheit? "Wir haben jetzt eine Saison ohne Olympia-Druck. Ich konnte im Sommer durchtrainieren. Bei den Weltcups war ich konstant in den A-Finals", so ihre Erklärung.

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In ihrer Karriere war Seidel mehrfach von schweren Verletzungen (Brustwirbel-Fraktur 2016, Schien- und Wadenbeinbruch 2021) zurückgeworfen worden. In diesem Winter ist sie absolut fit und läuft auf hohem Niveau.

Anna Seidel verletzte sich vor wenigen Tagen am Hals

Anna Seidel (24, rechts oben) beim Pressegespräch mit ihren Konkurrentinnen Natalia Maliszewska (27, Polen/v.) und Kirsten Santos-Griswold (28, USA).
Anna Seidel (24, rechts oben) beim Pressegespräch mit ihren Konkurrentinnen Natalia Maliszewska (27, Polen/v.) und Kirsten Santos-Griswold (28, USA).  © Lutz Hentschel

Mitte Januar holte die Dresdnerin bei der EM in Danzig Bronze über 1500 Meter.

Dass es in ihrer Sportart rasant und spannend zugeht, mit hoher Geschwindigkeit auf dem Eis Mann gegen Mann bzw. Frau gegen Frau gekämpft wird, liebt Anna: "Ich brauche den Kick, das Unberechenbare."

Dazu gehört aber auch immer die Sturz- und Verletzungsgefahr. Bei den Welt-Universitätsspielen vor wenigen Tagen in Lake Placid, bei denen sie Silber über 1000 Meter holte, zog sich Seidel bei einem Crash über 500 Meter eine Schnittwunde am Hals zu.

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In Dresden geht sie nun mit einem anderen schnittfesten Anzug an den Start.

Das Hauptprogramm beginnt am Samstag und Sonntag jeweils 13.30 Uhr.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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