Vierschanzentournee 2020/21: Die Favoriten des Skisprung-Spektakels im Detail

Oberstdorf - Es kann losgehen! An diesem Montag (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport) beginnt die 69. Vierschanzentournee. Zunächst steht in Oberstdorf im Allgäu die erste Qualifikation auf dem Programm. Als Topfavorit gilt Gelb-Träger Halvor Egner Granerud, der zuletzt Springen um Springen gewann. Doch der Überflieger aus Norwegen hat auf den vier Schanzen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen jede Menge Konkurrenz.

Halvor Egner Granerud (Norwegen/24 Jahre)

Halvor Egner Granerud aus Norwegen überzeugt vor allem durch seine Konstanz.
Halvor Egner Granerud aus Norwegen überzeugt vor allem durch seine Konstanz.  © Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

Gesamtrang 42, 20, 15 und 61 - die vergangenen vier Weltcup-Winter liefen für Granerud in höchstem Maße durchwachsen. Nun ist der Norweger plötzlich Weltspitze und kommt mit der Empfehlung von fünf Siegen am Stück nach Oberstdorf.

"Was ihn jetzt besser macht, ist die negative Erfahrung, die er gemacht hat", sagte sein Trainer Alexander Stöckl. Granerud sei "ein sehr intelligenter Bursche".

Der größter Trumpf des 24-Jährigen ist derzeit die Konstanz.

Markus Eisenbichler (Deutschland/29)

Markus Eisenbichler will bei der Tournee angreifen.
Markus Eisenbichler will bei der Tournee angreifen.  © Hendrik Schmidt/ZB/dpa

Sieg oder Sarg! Pokal oder Spital! Mit solch martialischen Mottos wurde Eisenbichler bekannt.

Der unternehmungslustige Bayer ist derzeit Deutschlands bester Skispringer und würde seinen zweiten Tournee-Platz von vor zwei Jahren gerne noch verbessern.

"Ja mei, Tournee ist Tournee. Wenn ich mein Zeug mache, weiß ich, dass ich ihn auch schlagen kann", sagte Eisenbichler über Granerud.

Kamil Stoch (Polen/33)

Kamil Stoch war zuletzt wieder Top-10-Garant.
Kamil Stoch war zuletzt wieder Top-10-Garant.  © Darko Bandic/AP/dpa

Zweimal hat Stoch die Vierschanzentournee schon gewonnen. 2017/18 holte er sogar den Sieg auf allen vier Schanzen des Skisprung-Spektakels.

Pünktlich zur Tournee war der Routinier zuletzt wieder ein Top-10-Garant.

Sein ehemaliger Coach, der heutige Bundestrainer Stefan Horngacher, sagt voraus:

"Er ist auf dem aufsteigenden Ast. Der wird bei der Tournee eine ziemlich große Rolle spielen."

Karl Geiger (Deutschland/27)

Karl Geiger muss noch einen letzten Corona-Test abwarten.
Karl Geiger muss noch einen letzten Corona-Test abwarten.  © Angelika Warmuth/dpa

Erst Skiflug-Weltmeister, dann Vater einer kleinen Tochter - und plötzlich positiv auf das Coronavirus getestet. Karl Geiger hat in höchstem Maße turbulente Wochen hinter sich.

Am Sonntagabend wurde bekannt, dass Geiger bei der 69. Vierschanzentournee an den Start gehen darf. Er wird als Top-Kandidat für eine Überraschung gehandelt.

Bundestrainer Horngacher hatte Geiger vor dessen Infektion als heißen Siegertipp für den goldenen Adler auf dem Zettel.

Dawid Kubacki (Polen/30)

Dawid Kubacki zählt ebenfalls zu den Favoriten der Tournee.
Dawid Kubacki zählt ebenfalls zu den Favoriten der Tournee.  © Vesa Moilanen/Lehtikuva/dpa

Der Titelverteidiger gehört bei der Vierschanzentournee traditionell zu den heißesten Kandidaten.

Kubacki ist zudem Einzel-Weltmeister. Die vier Schanzen liegen dem 30-Jährigen.

In diesem Winter hat der Pole aber noch nicht die besten Einzelergebnisse eingefahren.

Stefan Kraft (Österreich/27)

Stefan Krafts Form ist noch völlig unklar.
Stefan Krafts Form ist noch völlig unklar.  © Daniel Karmann/dpa

Wie fit ist der Gesamtweltcupsieger? Kraft führt rund einen Monat nach seinem positiven Corona-Test das Aufgebot der Österreicher an.

In welcher Verfassung sich Kraft nach Rückenproblemen und seinem Corona-Verlauf mit Symptomen befindet, ist aber völlig offen.

Titelfoto: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

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