"Würde zu viel riskieren": Speerwurf Olympiasieger Röhler sagt Olympia ab

Von Ralf Jarkowski

Jena - Speerwurf-Olympiasieger und Europameister Thomas Röhler (29) muss seinen Start bei den olympischen Sommerspielen in Tokio wegen einer Verletzung absagen.

Gesundheit geht vor. Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler (29) wird in Tokio nicht auf Weitenjagd gehen.
Gesundheit geht vor. Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler (29) wird in Tokio nicht auf Weitenjagd gehen.  © Michael Kappeler/dpa

Dies gab der 29-Jährige vom LC Jena am Montag laut Mitteilung von "leichtathletik.de" bekannt. Wegen einer im Training zugezogenen Rückenverletzung könne er sein gewohntes Leistungsniveau nicht erreichen.

"Es ist mir unglaublich schwergefallen, Tokio eine Absage zu erteilen. Zusammen mit meinem Trainer Harro Schwuchow habe ich genau abgewogen, aber am Ende hat meine Gesundheit Vorrang", sagte der Rio-Olympiasieger von 2016, der schon bei den deutschen Meisterschaften nach nur einem Wurf passen musste.

"Ich muss jetzt auf meinen Körper hören, da ich meinen Sport noch ein paar Jahre auf Top-Niveau ausüben möchte", erklärte der Thüringer. "Mit einer Teilnahme an den Olympischen Spielen würde ich aufgrund der Rückenverletzung zu viel riskieren."

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Der Deutsche Leichtathletik-Verband muss damit auf eines seiner Aushängeschilder verzichten. Gold-Favorit in Tokio ist der Offenburger Johannes Vetter (28), der überragende Speerwerfer im Olympia-Jahr.

Er hatte im September in Chorzow den deutschen Rekord auf 97,76 Meter geschraubt. Der Weltrekord des Tschechen Jan Zelezny (55) steht seit Mai 1996 bei 98,48 Metern.

Röhler kann sich nun auf die internationalen Höhepunkte im Jahr 2022 konzentrieren: die Weltmeisterschaften vom 15. bis 24. Juli in Eugene/USA und die Europameisterschaften vom 15. bis 21. August im Münchner Olympiastadion.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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