Bund der Vertriebenen schwor vor 70 Jahren auf Rache zu verzichten

Stuttgart - Während des Zweiten Weltkriegs und in den Jahren danach verloren Millionen von Menschen ihre Heimat. Die meisten Flüchtlinge zog es nach Westdeutschland, sie mussten sich dort integrieren. Und sie schworen, auf Rache zu verzichten. 70 Jahre ist das jetzt her.

Ein Junge klettert auf Trümmern auf dem Birkenkopf, im Hintergrund ist der Stuttgarter Stadtteil Botnang zu sehen. Auf der Anhöhe wurden nach dem zweiten Weltkrieg über 15.000000 Kubikmeter Trümmerschutt abgelagert. Der Berg ist im Volksmund auch als "Monte Scherbelino" bekannt.
Ein Junge klettert auf Trümmern auf dem Birkenkopf, im Hintergrund ist der Stuttgarter Stadtteil Botnang zu sehen. Auf der Anhöhe wurden nach dem zweiten Weltkrieg über 15.000000 Kubikmeter Trümmerschutt abgelagert. Der Berg ist im Volksmund auch als "Monte Scherbelino" bekannt.  © Marijan Murat/dpa

In Stuttgart gedenkt der Bund der Vertrieben am Mittwoch (13 Uhr) der Verkündung der Charta der Heimatvertriebenen vor 70 Jahren. Sie gilt als das Grundgesetz der deutschen Heimatvertriebenen.

In ihrer in Stuttgart beschlossenen Charta hatten diese am 5. August 1950 erklärt, auf Rache und Vergeltung zu verzichten und an der Schaffung eines friedlichen, freiheitlichen und geeinten Europas mitzuwirken.

Wegen der strengen Corona-Auflagen verzichtet der BdV in diesem Jahr zum "Tag der Heimat" allerdings auf einen Festakt und erinnert stattdessen mit einer Kranzniederlegung am Charta-Denkmal an das Jubiläum. Erwartet wird neben BdV-Präsident Bernd Fabritius auch die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU).

Rund 15 Millionen Deutsche verloren im Zweiten Weltkrieg durch Flucht und Vertreibung ihr Zuhause. Der jährliche "Tag der Heimat" erinnert daran.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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