BUND-Vorsitzende: Stuttgart 21 ist eine meiner größten Niederlagen

Ravensburg - Die langjährige BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender hat das Bahnprojekt Stuttgart 21 als eine ihrer größten Niederlagen bezeichnet.

Die Baustelle des zukünftigen Tiefbahnhofs des Bahnprojektes Stuttgart 21.
Die Baustelle des zukünftigen Tiefbahnhofs des Bahnprojektes Stuttgart 21.  © Marijan Murat/dpa

"Der Widerstand aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik war zu groß. Es ist nach wie vor ein grottenfalsches Projekt, das durchgedrückt wurde, indem Zahlen verdreht und Annahmen gesetzt wurden, von denen man damals schon wusste, dass sie so nicht stimmen", sagte Dahlbender der Schwäbischen Zeitung (Donnerstag).

Wegen des Widerstands gegen das Milliardenprojekt sei es aber auch zu Bewegung gekommen. "Die Hürden für Bürgerbegehren etwa wurden abgesenkt und bereits im Stadium von Planungen gibt es verbindliche Bürgerbeteiligungen. Das sehe ich als Erfolg unseres Protests gegen Stuttgart 21".

Dennoch: Stuttgart 21 sei eine ihrer größten Niederlagen gewesen. Dahlbender gibt Ende der Woche ihren Chefposten des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Baden-Württemberg ab.

Der breiten Öffentlichkeit wurde Dahlbender vor zehn Jahren als Sprecherin des Bündnisses gegen Stuttgart 21 bekannt. Das Mammut-Bahnprojekt kam trotz breiten Protests. Der umstrittene Bahnhof mit einem Kostenrahmen von 8,2 Milliarden Euro soll nach diversen Kostensteigerungen und zeitlichen Verschiebungen 2025 fertig sein.

Projektpartner bei Stuttgart 21 sind das Land, die Stadt Stuttgart, die Region Stuttgart und der Flughafen Stuttgart.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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