Corona-Krise: Puzzle-Industrie boomt plötzlich

Ravensburg - In der Corona-Krise sind die Menschen angehalten, möglichst daheim zu bleiben - und das führt offenbar zu einer vermehrten Lust auf Puzzles. 

Eine Mitarbeiterin des Spieleherstellers trägt mehrere Spielpackungen.
Eine Mitarbeiterin des Spieleherstellers trägt mehrere Spielpackungen.  © Felix Kästle/dpa

Zuvor hatte auch die "Schwäbische Zeitung" (Freitag) berichtet. Demnach hat sich die Nachfrage im Onlineshop von Ravensburger im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr verfünffacht. Gefragt seien vor allem Erwachsenenpuzzles und dort die klassischen 1000-Teile-Produkte.

Die Puzzleproduktion und Logistik arbeiteten zwar unter Hochdruck, um die hohe Nachfrage zu bedienen, sagte der Sprecher weiter. 

"Dies stößt jedoch an Grenzen, weil verschärfte Hygiene-Maßnahmen gelten und nur in entzerrten Schichten gearbeitet werden kann, um die Kontakte der Mitarbeiter auf ein Minimum zu begrenzen. Zudem ist Ravensburger wie viele andere Unternehmen auch von Zulieferern abhängig, die in der Coronakrise unter Druck geraten."

Eine weitere Schwierigkeit sei momentan der Weg zum Kunden: "Ein großer Teil des Handels ist geschlossen, andere Händler wiederum konzentrieren sich auf die Bevorratung mit Lebensmitteln, Babyprodukten oder Drogerie- und Hygieneartikeln, die absolut unverzichtbar sind", sagte der Sprecher. "Puzzles gelten trotz der enormen Nachfrage von Kunden nicht als systemrelevant."

Ravensburger gehe daher davon aus, dass sich die Coronakrise trotz der hohen Puzzle-Nachfrage deutlich negativ auf die Geschäfte des Unternehmens auswirken wird. 

2019 stiegen die Umsätze von Ravensburger im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent auf rund 524 Millionen Euro. Zum Ergebnis macht die Unternehmensgruppe keine Angaben.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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