Corona in Baden-Württemberg: DVV-Pokalfinale steht nach Corona-Fällen bei Dresden auf der Kippe

Baden-Württemberg - In Baden-Württemberg ist die Zahl der Covid-Infizierten zuletzt deutlich in die Höhe geschossen.

Täglich werden bis zu 30.000 neue Infektionen gemeldet.
Täglich werden bis zu 30.000 neue Infektionen gemeldet.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Teils werden mehr als 30.000 neue Infektionen pro Tag durch das Landesgesundheitsamt gemeldet.

Derweil gilt seit dem 28. Januar eine neue Corona-Verordnung im Südwesten der Republik.

Clubs, Diskotheken und Messehallen bleiben zu. Jedoch kippte der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim die 2G-Regel für den Einzelhandel.

Somit können auch wieder nicht gegen Covid-19 getestete Personen in die Läden. Seit dem 24. Januar dürfen auch Studenten mit negativem Test wieder Präsenzveranstaltungen der Hochschulen besuchen.

Welche Auswirkungen hat das weltweit grassierende Coronavirus auf Baden-Württemberg?

Hier geht's zum aktuellen Liveticker zu den Corona-Meldungen für Baden-Württemberg. Noch ältere Corona-News aus dem Südwesten gibt's in diesem Archiv.

Update, 28. Februar, 18.27 Uhr: Über 18.400 neue Infektionen

Für Montag meldet das Landesgesundheitsamt 18.438 neue Corona-Infektionen. Damit haben sich inzwischen 2.107.501 Menschen angesteckt.

Es wurden 32 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger bekannt, die Gesamtzahl der Verstorbenen steigt auf 14.278.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun 1402,0. Derzeit werden 272 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, 13 mehr als am Vortag.

Derzeit werden 272 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, 13 mehr als am Vortag. (Symbolbild)
Derzeit werden 272 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt, 13 mehr als am Vortag. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 28. Februar, 13.40 Uhr: DVV-Pokalfinale steht nach Corona-Fällen bei Dresden auf der Kippe

Nach mehreren Corona-Fällen bei den Volleyballerinnen des Dresdner SC ist noch nicht absehbar, ob das DVV-Pokalfinale an diesem Sonntag wie geplant stattfinden kann. Wie der Verband mitteilte, wurde die für Montag geplante Pressekonferenz kurzfristig abgesagt. Zum aktuellen Zeitpunkt seien die daraus resultierenden Konsequenzen für die Durchführung der beiden Endspiele noch nicht abschätzbar.

"Für die Entscheidung, welche Option nun zum Tragen kommt, sind weitere Gespräche mit allen Beteiligten zu führen", heißt es in dem Statement.

Für das Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena sind bei den Männern der VfB Friedrichshafen und der SVG Lüneburg qualifiziert. Bei den Frauen stehen sich Allianz MTV Stuttgart und Dresden gegenüber. Das Team aus Sachsen hatte bereits das für vergangenen Samstag angesetzte Bundesligaspiel beim USC Münster absagen müssen.

Das Team aus Sachsen hatte bereits das für vergangenen Samstag angesetzte Bundesligaspiel beim USC Münster absagen müssen.
Das Team aus Sachsen hatte bereits das für vergangenen Samstag angesetzte Bundesligaspiel beim USC Münster absagen müssen.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 28. Februar, 6 Uhr: Branchenverband: Weiter lange Lieferzeiten bei Hausgeräten

Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) rechnet in den kommenden Monaten weiterhin mit langen Lieferzeiten bei großen Hausgeräten wie Waschmaschinen, Trocknern und Geschirrspülern. Eine bessere Versorgung mit Halbleitern und anderen Vormaterialien und damit auch eine Entspannung der Liefersituation erwartet die Branche frühestens ab Mitte des Jahres.

Die Hausgeräte-Industrie ist seit der Corona-Pandemie ebenso wie andere Wirtschaftszweige stark von der Knappheit an Elektronik, Metallen und Kunststoffen getroffen. Erschwerend hinzu kommen laut ZVEI geringe Transportkapazitäten, besonders von Asien nach Europa.

Update, 27. Februar, 20.45 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg sinkt weiter. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart verzeichnete am Sonntag 1426,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am Samstag betrug die Inzidenz 1434,1.

Die Behörde meldete 11.828 Fälle mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle durch oder mit dem Virus stieg um 2 auf 14.246.

Die tatsächliche Zahl der Infektionsfälle dürfte weiter deutlich höher sein. Hintergrund ist die fehlende Nachverfolgung von Kontakten durch die Gesundheitsämter und eine vermutlich hohe Dunkelziffer.

Update, 26. Februar, 19.25 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter leicht rückläufig. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart verzeichnete am Samstag 1434,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am Freitag betrug die Inzidenz 1444,1 - vor einer Woche hatte der Wert noch bei 1615,7 gelegen.

Die Behörde vermeldete 18.366 Fälle mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle am Virus oder im Zusammenhang damit stieg am Samstag um 14 auf 14.244. Die tatsächliche Zahl der Infektionsfälle dürfte weiter deutlich höher sein. Hintergrund ist die fehlende Nachverfolgung von Kontakten durch die Gesundheitsämter und eine vermutlich hohe Dunkelziffer. Zuletzt war weiter mehr als jeder zweite PCR-Test im Land positiv. Je höher die Positivrate ist, desto größer fällt laut Experten die Zahl der unerkannten Infektionen aus.

Die Belegung der Intensivstationen im Südwesten mit Covid-Patientinnen und -Patienten ging am Samstag um 10 auf 254 zurück. Vor einer Woche waren es noch 280 Patienten.

Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart verzeichnete am Samstag 1434,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)
Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart verzeichnete am Samstag 1434,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 26. Februar, 8 Uhr: Verband: Einzelhändler schließen früher wegen Corona-Demos

Einzelhändler in vielen Städten Baden-Württembergs fühlen sich zunehmend gestört von den wöchentlichen Demonstrationen gegen die Corona-Politik.

"In beispielsweise Balingen, Freiburg und Ravensburg gibt es große Probleme. Die Händler machen schon regelmäßig früher ihre Geschäfte zu", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, Sabine Hagmann.

Diese Corona-Demos sind laut Hagmann sehr problematisch. "Die Händler haben durch die früheren Schließungen hohe Umsatz- und Ergebniseinbußen in einer ohnehin schon schwierigen Zeit." Vor allem dann, wenn es auch zu Gegendemonstrationen komme, sei die Lage schwierig. "Was das bewirkt, ist, dass die Polizei kommt. Da trauen sich die Kunden nicht mehr in die Geschäfte."

Der Tübinger Großbuchhändler Christian Riethmüller sagte, die Lage in Reutlingen sei desaströs. Seit Wochen demonstrieren dort Tausende Menschen jeden Samstag in der Innenstadt gegen die Corona-Politik.

"Sie betreten mit Trillerpfeifen die Läden, sind zum Teil aggressiv", sagte Riethmüller. Kunden kämen nicht mehr zum Einkaufen. "Kein Mensch hilft uns und kümmert sich". Martin Riethmüller von Osiander RavensBuch in Ravensburg sagte: "Wir schließen früher, weil in der Stadt nichts los ist."

In Stuttgart sind die zahlreichen Demonstrationen auch ein Thema. 2010 seien es noch rund 400 im Jahr gewesen, sagte ein Sprecher der City-Initiative. Seit einigen Jahren seien es mehr als 2000. Das sorge für Verdruss.

Die Demo-Teilnehmer wollten natürlich in die Innenstadt, um ihr Anliegen vorzubringen. Das könne aber Kunden abschrecken und dann für weniger Umsatz sorgen. Der Sprecher betonte, dass die Händler die Versammlungsfreiheit respektierten.

In Reutlingen (im Bild eine Corona-Demo vom 12. Februar) ist die Lage laut Handel desaströs.
In Reutlingen (im Bild eine Corona-Demo vom 12. Februar) ist die Lage laut Handel desaströs.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 25. Februar, 18 Uhr: Corona-Neuinfektion im Südwesten weiter rückläufig

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter leicht rückläufig.

Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart verzeichnete am Freitag (Stand: 16 Uhr) 1444,1 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei mehr als 1600 gelegen. Die Behörde vermeldete 27.919 Fälle mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 39 auf 14.230.

Die tatsächliche Zahl der Infektionsfälle dürfte weiter deutlich höher sein. Hintergrund ist die fehlende Nachverfolgung von Kontakten durch die Gesundheitsämter und eine vermutlich hohe Dunkelziffer. Zuletzt war weiter mehr als jeder zweite PCR-Test im Land positiv. Je höher die Positivrate ist, desto größer fällt laut Experten die Zahl der unerkannten Infektionen aus.

Update, 25. Februar, 14.59 Uhr: Kontrollen in Testzentren

Die Einhaltung der Hygienevorschriften, die korrekte Durchführung von Tests und eine korrekte Dokumentation in den Teststellen wird nun kontrolliert. Das Land beauftragte den Dienstleister Minerva CustomerCare Consulting die unangekündigten Kontrollen in allen 44 Stadt- und Landkreisen durchzuführen.

"Es ist elementar für die Bekämpfung der Pandemie, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Teststellen korrekt arbeiten und die Bürgerinnen und Bürger auf die Richtigkeit ihres Testergebnisses vertrauen können", sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (60) in Stuttgart.

Update, 25. Februar, 13.05 Uhr: Corona-Impfstoff von Novavax in Baden-Württemberg angekommen

Baden-Württemberg hat am Freitag die erste Lieferung des neuen Impfstoffs der US-Firma Novavax vom Bund erhalten. Die 192.000 Dosen würden ab Dienstag an die Stadt- und Landkreise ausgeliefert, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Diese legen eigenständig fest, ab wann damit geimpft wird. "Wir gehen davon aus, dass dies teilweise noch am Tag der Lieferung erfolgt", sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Spätestens von kommendem Freitag an soll es landesweit entsprechende Impfangebote geben.

Mindestens die Hälfte des Impfstoffs mit dem Namen Nuvaxovid soll vorrangig den Beschäftigten im Gesundheitswesen angeboten werden. Es gibt Hoffnung, dass er eine Alternative für manche sein könnte, die sich nicht mit den bisherigen mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna impfen ließen. Der Novavax-Impfstoff basiert auf einem klassischeren Verfahren.

Ungeimpfte Mitarbeiter etwa von Kliniken und Pflegeheimen müssen sich vor Inkrafttreten der einrichtungsbezogenen Impfpflicht am 16. März immunisieren lassen, um weiter arbeiten zu dürfen. "Ich hoffe sehr, dass der Impfstoff viele skeptische Menschen noch überzeugen kann, sich impfen zu lassen", sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).

Die bundesweite erste Lieferung an die Länder sollte insgesamt 1,4 Millionen Dosen umfassen. Im ersten Quartal soll Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium insgesamt rund vier Millionen Dosen von des Novavax-Impfstoffs bekommen. Von April bis Juni sollen dann bis zu 30 Millionen weitere Dosen folgen.

Die 192.000 Dosen würden ab Dienstag an die Stadt- und Landkreise ausgeliefert.
Die 192.000 Dosen würden ab Dienstag an die Stadt- und Landkreise ausgeliefert.  © Thomas Hansmann/Pfizer Pharma GmbH/dpa

Update, 25. Februar, 11.06 Uhr: Stuttgarter Duell gegen Potsdam wegen positiver Corona-Tests abgesagt

Die für diesen Samstag angesetzte Partie in der Volleyball-Bundesliga der Frauen zwischen Allianz MTV Stuttgart und dem SC Potsdam ist coronabedingt abgesagt worden.

Das teilte die Spielleitung der Volleyball-Bundesliga am Freitagvormittag mit. Im Potsdamer Team habe es mehrere positive Tests gegeben, wodurch dem SC nicht genügend Spielerinnen zur Verfügung stehen. Ein neuer Spieltermin steht noch nicht fest.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Stuttgart Corona: