Polizei schießt auf Auto eines mutmaßlichen Koks-Dealers

Ludwigsburg - Am Mittwoch führte die Polizei in Ludwigsburg einen Scheinkauf von Drogen durch. Dabei versuchte ein Tatverdächtiger einen Polizist umzufahren. Die Beamten schossen.

Einsatzkräfte am Mittwoch vor Ort.
Einsatzkräfte am Mittwoch vor Ort.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Die Kriminalpolizisten wollten einen Scheinkauf einer größeren Menge Kokain in der Tiefgarage des Marstallcenters in
Ludwigsburg durchführen, teilt die Polizei mit. 

Ein 34 Jahre alter Kosovare geriet ins Visier der Beamten und sollte dort festgenommen werden. 

Der Verdächtige kam mit zwei Komplizen zur vereinbarten Zeit zu dem vermeintlichen Deal. 

Das mobile Einsatzkommando nahm den 34-Jährigen sofort fest. Ein 30-jähriger albanischer Komplize und Fahrer des Wagens gelang die Flucht. Dabei fuhr er direkt auf einen Polizisten zu. Er konnte noch zur Seite springen, verletzte sich aber dabei. 

Mehrere Polizisten schossen anschließend auf das Fluchtauto. 

Der 30-Jährige rammte dann ein Polizeiauto und fuhr davon und ist weiterhin auf freiem Fuß. 

Der zweite Komplize, ein 33-jähriger Serbe flüchtete zunächst zu Fuß und wurde kurze Zeit später von Beamten festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen alle drei Männer Haftbefehle beantragt. Gegen den 30-Jährigen wird zusätzlich wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. 

Update: 17 Uhr

Zwei Männer sitzen in U-Haft

Die beiden Festgenommenen sitzen in Untersuchungshaft, nachdem sie einem Richter vorgeführt wurden.

Die Verdächtigen hatten "größere Mengen" Kokain dabei, wie ein Polizeisprecher sagte, allerdings nannte er keine genauere Menge. Die Ermittler beschlagnahmten das Rauschgift.

Passanten waren während des Zugriffs nicht in der Nähe, versicherte der Sprecher. Ob bei der Flucht jemand gefährdet wurde, blieb erst einmal unklar. Mehrere Passanten hörten aber die Schüsse.

Titelfoto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

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