Nach Hubschrauber-Absturz: War es ein Attentat auf IT-Unternehmer Wolfgang Haupt?

Buchen - Bei einem Hubschrauber-Absturz kam der IT-Unternehmer Wolfgang Haupt (†34) ums Leben. Nun kommen Gerüchte um ein mögliches Attentat auf.

Der Helikopter stürzte am 17. Oktober über einem Wald bei Buchen ab.
Der Helikopter stürzte am 17. Oktober über einem Wald bei Buchen ab.  © Julian Buchner/Einsatz-Report24/dpa

Am 17. Oktober stürzte der einmotorige Helikopter vom Typ Robinson R44 mit vier Sitzen aus Richtung Osten über einem Wald bei Buchen nahe der Grenze zu Hessen und Bayern ab. Gegen 13 Uhr meldeten Spaziergänger einen lauten Knall und wenig später entdeckten Rettungskräfte die Trümmerteile des Helikopters.

Bei dem Absturz kamen drei Männer ums Leben, einer von ihnen war Wolfgang Haupt. Die zwei weiteren Passagiere waren ein befreundeter Geschäftsmann (†61) und dessen Sohn (†18).

Haupt betrieb eine Firma für Gesichtserkennung und Künstliche Intelligenz und arbeitete aus New York.

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Bereits Wochen vor seinem Tod hat der IT-Unternehmer, nach einem Bericht des "Focus", massive Morddrohungen erhalten.

Das Nachrichtenmagazin beruft sich dabei auf Angehörige und Mitarbeiter Wolfgang Haupts. Mehrmals soll der Geschäftsmann von einem Mann mit arabischem Akzent telefonisch mit massiver Gewalt bedroht worden sein.

Laut Focus liefere die Absturzstelle ebenfalls Hinweise auf ein mögliches Attentat, denn die Leichenteile der drei Toten waren offenbar in einem Radius von 200 Metern verstreut. Nun sollen Experten der Flugunfalluntersuchung klären, ob es eine Detonation gegeben habe und ob diese sogar vorsätzlich durchgeführt worden sein könnte. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte Florian Sommer von der Staatsanwaltschaft Mosbach zu Focus.

Haupt geriet in die Kritik, da er Politikern Positionen in Aufsichtsrat und Vorstand sicherte

Wolfgang Haupt sei vor Jahren in die Schlagzeilen geraten, da zwei CDU-Politiker, Politiker Philipp Amthor (28) und Karl Theodor zu Guttenberg (49), sich für seine Firma im Kanzleramt und Wirtschaftsministerium einsetzten und Sitze in Aufsichtsrat und Vorstand der Firma erhielten.

Nach Daten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sind Hubschrauberunfälle eher selten - nun folgen also weitere Ermittlungen.

Titelfoto: Julian Buchner/Einsatz-Report24/dpa

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