Stuttgarter Krawallnacht: Polizei hat 39 Verdächtige identifiziert

Stuttgart - Die Polizei gibt bekannt, dass sie im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in Stuttgart in der Nacht vom 20 zum 21. Juni 39 Verdächtige ermittelt hat. 

Die Polizei in der Nacht zum 21. Juni vor einem beschädigten Geschäft.
Die Polizei in der Nacht zum 21. Juni vor einem beschädigten Geschäft.  © Christoph Schmidt/dpa

Die Ermittlungsgruppe Eckensee erwirkte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart
gegen 20 Verdächtige einen Haftbefehl. 14 Verdächtige sind inhaftiert. 

Die Ermittlungen der Polizei umfassen die
Identifizierung weiterer Täter und auch die umfassende Feststellung der
Lebens- und Familienverhältnisse der bereits bekannten Tatverdächtigen. (TAG24 berichtete...)

Dafür werden beim Statistischen Bundesamt Anfragen durchgeführt, um zu klären, ob Verdächtige einen Migrationshintergrund haben. 

Die Polizei dementiert, den in den Medien genannten Begriff der "Stammbaumforschung" mit den Worten: "Dies ist nicht korrekt. 

Wie bereits am Donnerstagabend (9.07.2020) Polizeipräsident Franz Lutz in einer Stuttgarter Gemeinderatssitzung erläutert hatte, bedarf es für eine strafrechtliche Aufarbeitung und eine mögliche spätere Sanktionierung durch die Justiz die Einbeziehung aller persönlichen Umstände der Tatverdächtigen", schreiben die Beamten in einer Pressemitteilung. 

Die meisten Tatverdächtigen seien junge Menschen und hier würden Präventionsmaßnahmen im Vordergrund stehen. 

Die Ermittlungen der Polizei dauern mit Hochdruck an. 

Update 19.10 Uhr: Polizeipräsident sprach nicht von Stammbaumforschung

Der 16-minütige Tonschnitt der Gemeinderatssitzung zeigt, dass der Polizeipräsident im Zusammenhang mit den identifizierten Tatverdächtigen nicht  von "Stammbaumforschung" gesprochen hat, teilt die Polizei mit. 

Ein Mitarbeiter der Stadt habe sich den Mitschnitt angehört und zu keinem Zeitpunkt sei die Rede von Stammbaumforschung, er spreche nur von bundesweiten Recherchen bei Standesämtern, der der Migrationshintergrund bei elf Verdächtigen noch nicht klar sei. 

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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