Nach Stuttgarter Krawallnacht: Fünf weitere Tatverdächtige geschnappt

Stuttgart - Nach den Krawallen in der Nacht auf den 21. Juni sind fünf weitere Tatverdächtige geschnappt worden.

Zahlreiche junge Menschen in der Nacht auf den 21. Juni in der Stuttgarter Innenstadt.
Zahlreiche junge Menschen in der Nacht auf den 21. Juni in der Stuttgarter Innenstadt.  © 7aktuell.de/Simon Adomat

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag melden, wurden am Donnerstag drei Tatverdächtige (18, 19, 21) festgenommen.

Der 18-jährige Deutsche soll Reifen eines Streifenwagens zerstochen und sich an den Plünderungen beteiligt haben. 

Ein 21 Jahre alter Nigerianer soll geplündert und einen Streifenwagen mit Flaschen beworfen haben. 

Der 19-jährige Deutsche schließlich soll eine Werbetafel zerstört und gegen einen Streifenwagen getreten haben. 

Die beiden deutschen Tatverdächtigen kamen noch am Donnerstag vor den Haftrichter. Der 18-Jährige sitzt nun in U-Haft, der Haftbefehl des 19-Jährigen wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. 

Der 21-jährige Verdächtige wird am heutigen Freitag dem Haftrichter vorgeführt. 

Zwei Festnahmen vergangene Woche

Bereits am vergangenen Mittwoch (19. August) nahmen Beamte einen 15 Jahre alten Jugendlichen fest. Der Deutsche soll mehrere Ladengeschäfte beschädigt und Flaschen in Richtung der Polizisten und Streifenwagen geschmissen haben.

Der Teenager kam noch am Tag der Festnahme vor den Haftrichter vorgeführt und sitzt in Untersuchungshaft.

Außerdem kamen die Ermittler nach Auswertungen von Videos einem 18-Jährigen auf die Spur. In den Videos ist zu sehen, wie ein junger Deutsche in mindestens vier Fällen massiv Streifenwagen beschädigt und auch einen Stuhl auf einen Polizisten wirft.

Beamte nahmen ihn im Anschluss einer Gerichtsverhandlung, bei der er in anderer Sache angeklagt war, am vergangenen Donnerstag (20. August) fest. Der 18-Jährige wurde noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt, der ebenfalls die Untersuchungshaft anordnete.

"Bislang haben die Kriminalbeamten 79 Tatverdächtige identifiziert. Davon befinden sich 24 Verdächtige in Untersuchungshaft, bei 13 wurden die Haftbefehle unter Auflagen außer Vollzug gesetzt", schreiben die Ermittler abschließend.

Titelfoto: 7aktuell.de/Simon Adomat

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