Großer Mercedes-Stern qualmt Stuttgart ein: Greenpeace mit klarer Haltung

Stuttgart - Auf dem Schlossplatz in Stuttgart raucht und qualmt es gewaltig aus einem zwei Meter großen Mercedes-Stern!

Eine Greenpeace-Aktivistin hält ein Banner mit der Aufschrift "Unter keinem guten Stern?" vor einem rauchenden Mercedes-Stern auf dem Stuttgarter Schlossplatz.
Eine Greenpeace-Aktivistin hält ein Banner mit der Aufschrift "Unter keinem guten Stern?" vor einem rauchenden Mercedes-Stern auf dem Stuttgarter Schlossplatz.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Hintergrund der Aktion ist eine Demonstration der Klimaschutz-Organisation Greenpeace, die sich damit vor dem Wirtschaftsministerium im Stuttgarter Schloss für einen schnellen Abschied von Abgasautos einsetzt.

"Die Autoindustrie in Baden-Württemberg unterschätzt das Tempo des Branchenumbruchs", wird Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan in einer Mitteilung zitiert. "Nur mit einem klaren Bekenntnis, dass Verbrennungsmotoren keine Zukunft mehr haben, lenkt die Landesregierung die Industrie in eine klimaschonende, saubere Zukunft."

Auf einem Banner, das eine Aktivistin vor dem rauchenden Mercedes-Stern hält, steht: "Unter keinem guten Stern?" Greenpeace kritisiert damit die Pläne von Daimler, noch mindestens bis zum Jahr 2039 Autos mit Verbrennungsmotor verkaufen zu wollen.

Einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge, schätzen zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg 62 Prozent der Befragten die heimische Autoindustrie als schlecht aufgestellt und für den Umstieg auf E-Mobilität im internationalen Vergleich als hinterherhinkend ein.

Menschen in Baden-Württemberg wünschen sich Unterstützung des öffentlichen Nahverkehrs

Außerdem brachte die Umfrage zu Tage, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger eine stärkere Unterstützung des öffentlichen Nahverkehrs durch das Land gutheißen würde.

"Die Menschen in Baden-Württemberg wünschen sich eine moderne und saubere Mobilität", so Benjamin Stephan. "Darauf müssen die nächste Landesregierung und die Autoindustrie schneller reagieren."

Titelfoto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

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