Hakenkreuz auf der Schultoilette, judenfeindliche Posts: Mehr als 200 antisemitische Vorfälle

Sersheim - Ein Hakenkreuz auf der Schultoilette, ein judenfeindlicher Post eines Verschwörungsfanatikers auf Twitter - gut ein Jahr nach dem Start der Online-Plattform zur Meldung antisemitischer Vorfälle hat diese rund 200 Vorfälle dokumentiert.

Rund 200 antisemitische Vorfälle hat das Demokratiezentrum bereits dokumentiert. (Symbolbild)
Rund 200 antisemitische Vorfälle hat das Demokratiezentrum bereits dokumentiert. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

Durch die Online-Plattform - die beim Demokratiezentrum Baden-Württemberg angesiedelt ist - sollen Betroffene unterstützt und antisemitische Vorfälle im Land festgehalten und eingeordnet werden.

Juristisch ausgebildete Mitarbeiter prüfen die Meldungen auf strafrechtliche Relevanz und bringen sie gegebenenfalls zur Anzeige.

Während der Corona-Pandemie gewännen Verschwörungsmythen enorm an Zulauf, warnte der Antisemitismus-Beauftragte des Landes, Michael Blume - fast alle hätten einen antisemitischen Hintergrund.


Seit November des vergangenen Jahres können auf der Seite des Demokratiezentrums Baden-Württemberg Vorfälle in einer speziell ausgewiesenen Antisemitismus-Kategorie gemeldet werden - vorher wurde nur allgemeiner zwischen Online-Hasskommentaren und "antidemokratischen Vorfällen" unterschieden.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

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