Kommt die Maskenpflicht? Stuttgart will mit weiteren Auflagen gegen Corona ankämpfen

Stuttgart - Mit weiteren Auflagen will die Stadt Stuttgart gegen die stark ansteigenden Corona-Infektionen ankämpfen, sollte sich die Lage in der Metropole weiter verschlechtern.

Die Landeshauptstadt plant weitere Maßnahmen, sollten die Zahlen steigen. (Symbolbild)
Die Landeshauptstadt plant weitere Maßnahmen, sollten die Zahlen steigen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Sobald die Stadt die kritische Marke von mehr als 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner erreiche, werde für öffentliche Plätze in der Innenstadt eine Maskenpflicht erlassen, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Freitag. 

Außerdem sollen die Auflagen für private Feiern verschärft und die erlaubten Teilnehmerzahlen mehr als halbiert werden. Ebenfalls im Gespräch sei ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot.

"Die Städte haben verstanden, wie dringend es ist, jetzt zu neuen und einschneidenden Maßnahmen zu kommen, wenn man einen Lockdown verhindern will", warnte Kuhn. Er appellierte an die Stuttgarter Bevölkerung, sich mit Masken und Abstand zu schützen. "Wir müssen uns leider auf einen schwierigen Winter einstellen", sagte Kuhn weiter. 

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Stefan Ehehalt, nannte die Entwicklung besorgniserregend. "Wir beobachten eine diffuse Ausbreitung im privaten Bereich", sagte er.

Die Landeshauptstadt Stuttgart bewegt sich mit 43,7 Fällen auf 100.000 Einwohner weiter auf die kritische Marke für schärfere Maßnahmen zu. Mit der Verschärfung folgen Stuttgart und auch andere Kreise und Kommunen unter anderem der Empfehlung der Bund-Länder-Kommission von Ende September, die insbesondere der Verbreitung von Infektionen im Rahmen von Feierlichkeiten im Familien- und Freundeskreis vorbeugen soll.

Kuhn hatte am Freitag mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Bürgermeister der zehn weiteren größten Städte in Deutschland über Maßnahmen beraten, die den neuen Stuttgarter Entscheidungen ähneln. In zwei Wochen wollen die Stadtoberhäupter laut Kuhn erneut diskutieren.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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