Erst Corona-Schock, dann bittet Tim Kister seine Frau, ihn in Klinik zu fahren

Sandhausen - Die Familie des Profi-Fußballers Tim Kister (33) hatte es in den letzten Wochen nicht leicht. Erst steckte sich der Sportler mit Corona an, dann folgte schon die nächste Schock-Nachricht. 

Tim Kister mit Maske in einem Stadion. Seine Frau Yvonne Schröder berichtet auf Instagram von einer harten Zeit. (Bildmontage)
Tim Kister mit Maske in einem Stadion. Seine Frau Yvonne Schröder berichtet auf Instagram von einer harten Zeit. (Bildmontage)  © Screenshot: instagram.com/yvonneschroeder1/Robert Michael/dpa-Zentralbild - Pool/dpa

"Hallo ihr Lieben, ich meld mich auch mal wieder bei euch", beginnt Spielerfrau Yvonne Schröder (32) ihren rund 58.200 Abonnenten auf Instagram zu berichten. Dabei blickt sie gefasst in die Kamera und holt nochmals Luft. Man sieht ihr an, dass die letzten Tage nicht gerade leicht für sie waren. 

"Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, am 7.11 durften wir ja wieder das Haus verlassen und haben uns wahnsinnig gefreut, Timmi wieder in den Arm zu nehmen, haben einen Spaziergang gemacht, um wieder ein bisschen Normalität reinzubringen", erinnert sich die Mutter von zwei Kindern. 

Doch daraufhin folgte die nächste Schock-Nachricht: "Am Dienstag habe ich dann die Nachricht erfahren, dass meine geliebte Oma leider verstorben ist, leider ziemlich plötzlich. Sie hatte einen Darminfekt sowie einen Herzinfarkt", sagt die ehemalige "Germany's Next Topmodel"-Kandidatin. 

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Das habe ihr den Boden unter den Füßen weggezogen und sie dachte, dass könne doch alles gar nicht wahr sein. Dann dachte sie laut eigener Aussage, es könne nicht mehr schlimmer werden, doch dann erreichte sie ein Anruf ihres Mannes.

Tim Kister verletzte sich im Stadion

"Er fragte, ob ich ihn abholen könnte vom Stadion und ihn ins Krankenhaus bringen könnte". Er habe geweint und gedacht, dass er etwas am Knie habe. Obwohl Kister so aufgelöst war, konnte seine Frau die Ruhe bewahren: "Ich war völlig gefasst und ruhig. Ich hatte das Gefühl, dass es nicht so schrecklich ist, wie er denkt".

Im Krankenhaus stellte sich heraus, dass der Profi-Fußballer Glück im Unglück hatte. "Er hat sich den Meniskus gerissen und am Montag hat er eine kleine OP", sagt die 32-Jährige.

Es sei wie im falschen Film gewesen. "Ich habe viel geweint, aber wir versuchen jetzt, positiv nach vorne zu schauen", sagt die Mutter kraftvoll und bei einem ist sie sich auch schon ziemlich sicher: "Und wie ich den Tim kenne, steht er in vier Wochen schon wieder auf dem Platz".

Jetzt genieße sie etwas die Sonne, die in ihr Gesicht scheint. 

Titelfoto: Screenshot: instagram.com/yvonneschroeder1/Robert Michael/dpa-Zentralbild - Pool/dpa

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