Presseball fällt Corona zum Opfer: Kleinere Gala als Alternative?

Stuttgart - Der im November geplante 61. Landespresseball in Stuttgart fällt wegen Corona aus.

Winfried Kretschmann (72, rechts im Bild), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und Isabell Knüttgen, Ehefrau des Vorsitzenden der Landespressekonferenz, tanzen beim Landespresseball 2019 den Eröffnungstanz.
Winfried Kretschmann (72, rechts im Bild), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und Isabell Knüttgen, Ehefrau des Vorsitzenden der Landespressekonferenz, tanzen beim Landespresseball 2019 den Eröffnungstanz.  © Marijan Murat/dpa

Stattdessen könne möglicherweise am 13. November ein Gala-Dinner mit musikalischer Begleitung und Tombola in einem deutlich kleineren Rahmen stattfinden, teilte Rainer Lang von der Pressestiftung Baden-Württemberg am Sonntag mit. 

Details waren zunächst unklar. Die Planung hänge von der Entwicklung der Pandemie ab. Der Ball gilt als ein gesellschaftlicher Höhepunkt in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Zuerst hatte das Badische Tagblatt berichtet.

Gegenwärtige Grundlage für die mögliche Ausrichtung der Gala ist dem Zeitungsbericht zufolge eine Verordnung des Sozialministeriums, die auch für Messen angewendet wird und eine Fläche von sieben Quadratmetern pro Person vorschreibt. Es dürften maximal 500 Personen zur Veranstaltung kommen. 

Die Einnahmen aus dem Presseball kommen der Pressestiftung und karitativen Zwecken zugute. Aufgelegt wurde, wie der Stiftungsvorsitzende Rainer Lang mitteilte, ein Corona-Fonds. Demnach sollen Journalisten, die wegen Corona ohne Einkommen sind, vorerst drei Monate lang mit bis zu 600 Euro im Monat unterstützt werden.

Der Ball wurde bislang nur ein Mal abgesagt: Im Jahr 1977, nach der Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer durch die Rote Armee Fraktion (RAF). 

Ein Jahr zuvor hatte es den bisher größten Aufreger mit bundesweiten Schlagzeilen gegeben, denn zum Tanz spielte unter anderem das Frauen-Trio Lady Birds auf – oben ohne, wie das Badische Tagblatt weiter berichtete.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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