Nach verheerendem Brand in Stuttgart: Elektrobus als Übeltäter?

Stuttgart - Drei Wochen nach dem Brand in einem Busdepot in Stuttgart haben die Ermittler und Sachverständige einen Elektrobus aus der Nähe begutachtet, der im Fokus der Untersuchungen steht.

Drei Wochen nach dem Brand bei den Stuttgarter Verkehrsbetrieben haben erstmals Ermittler und Sachverständige einen Elektrobus aus der Nähe begutachtet, der im Fokus der Untersuchungen steht.
Drei Wochen nach dem Brand bei den Stuttgarter Verkehrsbetrieben haben erstmals Ermittler und Sachverständige einen Elektrobus aus der Nähe begutachtet, der im Fokus der Untersuchungen steht.  © Tom Weller/dpa

Es seien Messungen gemacht worden, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit. Die Daten müssten ausgewertet werden.

Bislang galt die ausgebrannte Halle als einsturzgefährdet. Wann das Fahrzeug aus der Halle herausgezogen wird, war zunächst unklar.

Im Fokus der Untersuchungen steht ein Bus mit Feststoffbatterien. Denn das Feuer könnte nach einer ersten Einschätzung der Polizei beim Laden eines Elektrobusses ausgelöst worden sein.

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Zu diesem Ergebnis waren die Ermittler nach der Überprüfung der Daten des Brandmeldesystems und der damit verbundenen Temperatursensoren gekommen. Es werde deshalb derzeit von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen.

Die Polizei legt bei ihren Ermittlungen einen Schwerpunkt auf die Batterie des Busses. Ein Sensor über dem Elektrobus hatte angeschlagen. Bei ihm brannten nach Angaben eines Zeugen die Akkus auf dem Dach.

Nun sind unter anderem Vergleichsmessungen bei baugleichen Bussen geplant. Der Großbrand hatte am Abend des 30. Septembers 25 Busse komplett zerstört, darunter zwei mit Elektroantrieb. Der Sachschaden geht in die Millionen.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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