Mehrere Tausend Menschen demonstrieren gegen Coronavirus-Beschränkungen

Stuttgart - Einem erneuten Demonstrationsaufruf gegen die Coronavirus-Beschränkungen sind am Samstag in Stuttgart mehrere Tausend Menschen gefolgt. 

"Viren bringen keine Krankheit! Im kranken Immunsystem fühlen sich Viren wohl!", steht auf einem Schild, das eine Demonstantin hochhält.
"Viren bringen keine Krankheit! Im kranken Immunsystem fühlen sich Viren wohl!", steht auf einem Schild, das eine Demonstantin hochhält.  © Sebastian Gollnow/dpa

Die Polizei verzeichnete auf dem Demonstrationsgelände einen regen Zustrom an Menschen, sagte ein Polizeisprecher. 

Es sei ziemlich voll geworden. Eine genaue Teilnehmerzahl konnte die Polizei zunächst nicht nennen. 

Die Polizei achtete auf die Einhaltung des Infektionsschutzes und des geforderten Abstands. Größere Probleme habe es nicht gegeben. Die Vorgaben seien meist eingehalten worden, es sei friedlich geblieben.

Für die als überparteilich bezeichnete Demo auf dem Cannstatter Wasen hatte der Initiator Michael Ballweg ursprünglich 50.000 Teilnehmer angemeldet. 

Dem schob aber die Stadt Stuttgart einen Riegel vor: Ballweg erhielt die Auflage, die Versammlung auf 10.000 Teilnehmer zu begrenzen. 

Mehr seien für Stadt und Polizei nicht machbar, sagte ein Sprecher der Stadt. Entscheidend sei, dass sich niemand bei der Demo anstecke, hatte die Stadt zuvor mitgeteilt.

Menschenauflauf anlässlich der "Querdenken 711"-Demo.
Menschenauflauf anlässlich der "Querdenken 711"-Demo.  © Sebastian Gollnow/dpa
Initiator Michael Ballweg.
Initiator Michael Ballweg.  © Sebastian Gollnow/dpa

Am vergangenen Wochenende kamen bereits circa 5000 Teilnehmer

Vergangenes Wochenende kamen bereits mehrere Tausend Menschen zum Wasen, um für die aus ihrer Sicht eingeschränkten Grundrechte zu demonstrieren. Der Veranstalter sprach von 5000 Teilnehmern.

Hinter dem Protest steht die Initiative "Querdenken" von Ballweg. Seine regelmäßigen Demos erhielten zuletzt deutlich Zulauf. 

Bundesweit finden ähnliche Demos statt. Kritiker befürchten eine Vereinnahmung durch Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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