Nach Stuttgarter Krawallen: So verlief die Nacht zum Feiertag

Stuttgart - Nach den Ausschreitungen am vergangenen Samstag in Stuttgart und der Räumung der Freitreppe war die Polizei in der Nacht zum Donnerstag im Einsatz.

Die Freitreppe in Stuttgart wurde am Mittwochabend abgesperrt.
Die Freitreppe in Stuttgart wurde am Mittwochabend abgesperrt.  © Christoph Schmidt/dpa

Gegen 20 Uhr wurde die Freitreppe mit einem Zaun und einem Sichtschutz als Reaktion auf die Auseinandersetzungen in der Nacht auf den 30. Mai gesperrt, bei der es zu Beleidigungen und Provokationen gegenüber der Polizei kam.

Die Polizei sprach in der Nacht vor allem junge, mutmaßlich zu Provokationen bereite Menschen an und informierte über die polizeiliche Arbeit und die Maßnahmen. Das Vorgehen war mit der Mobilen Jugendarbeit in Stuttgart abgestimmt.

Die Beamten kamen mit rund 250 Menschen ins Gespräch und es gab keine Anlässe für ein Einschreiten der Polizei gegen Störer.

Im Bereich der Freitreppe kam es zu keinen Anzeigen oder nennenswerten Vorkommnissen, teilt die Polizei mit.

Die Beamten beschreiben die Situation als "ruhig und geordnet, als friedlich und entspannt".

Stimmung könne schnell umschwenken

Als es gegen Mitternacht zu einer Auseinandersetzung wegen einer Wodkaflasche zwischen bis zu sieben Männern kam, zeigte sich laut Polizei, wie schnell sich die Stimmung aufschaukeln könne. Am Schillerplatz begann die Auseinandersetzung, bei der ein 32-Jähriger Schläge und einen Tritt ins Gesicht abbekam.

Der mutmaßliche Täter flüchtete auf die Königstraße, wo er von Polizisten festgenommen wurde. Dabei versammelten sich rund 40 junge Männer, umstellten und beobachteten die Situation. Die Polizei sei aber nicht bedrängt worden.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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