Große Verwirrung um Start der Lockerungen in Stuttgart

Stuttgart - Stuttgart muss bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen kräftig zurückrudern!

Menschen laufen auf der Stuttgarter Einkaufsmeile Königstraße. Die Stadt muss bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen zurückrudern. (Archivbild)
Menschen laufen auf der Stuttgarter Einkaufsmeile Königstraße. Die Stadt muss bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen zurückrudern. (Archivbild)  © Marijan Murat/dpa

Anstelle der schon für Pfingstmontag in Aussicht gestellten Öffnung der Gastronomie ist dies frühestens ab Donnerstag (27. Mai) möglich, wie die Kommune am Freitag mitteilte. Somit bleibt das von der Stadt angekündigte "Pfingstwunder" erst einmal aus.

Als Voraussetzung für diesen Schritt müssen in einer Stadt oder einem Landkreis die Corona-Zahlen an fünf Werktagen nacheinander unter einer Inzidenz von 100 Ansteckungen pro 100.000 Einwohnern liegen.

Ordnungsbürgermeister Clemens Maier sagte: "Alle Öffnungsschritte in einer Pandemie müssen verantwortbar sein - sowohl infektiologischer und auch rechtlicher Art." Hier sei die Lesart des Landes in Bezug auf die Bundesnotbremse zutreffend und von der Kommune als verbindlich zu achten.

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Seit mehreren Tagen liegen in Stuttgart die Inzidenzwerte unter 100.

Maßgeblich seien dabei die veröffentlichen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und eben nicht die tagesgenau gemeldeten Infektionen des städtischen Gesundheitsamtes oder des Landesgesundheitsamtes.

Stuttgart kann frühestens nach Pfingsten dauerhaftes Unterschreiten von 100er-Inzidenz bekannt geben

Das RKI veröffentlicht die Daten immer am Folgetag. Deshalb könne man frühestens am Dienstag nach Pfingsten ein dauerhaftes Unterschreiten der Inzidenz von 100 formal bekannt geben, sagte Maier.

Erst am übernächsten Tag könnten dann die Öffnungen greifen. Somit wäre der Donnerstag (27. Mai) der erste Tag mit eingeschränkten Öffnungen der Gastronomie, von kulturellen Einrichtungen oder von Sportanlagen für Genesene, Getestete oder Geimpfte.

Die Crux an der Sache ist folgende: Nach der Regelung im Bundesinfektionsschutzgesetz zählen nur Werktage, nicht aber Sonn- und Feiertage.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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