Hürden zur Ampel? SPD spricht mit FDP über Differenzen

Stuttgart - SPD und FDP wollen mit Blick auf eine mögliche Ampelkoalition mit den Grünen unterschiedliche Standpunkte abklopfen und Differenzen zwischen ihren beiden Parteien besprechen.

Andreas Stoch (51), SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg, ist an den Sondierungsgesprächen beteiligt.
Andreas Stoch (51), SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg, ist an den Sondierungsgesprächen beteiligt.  © Marijan Murat/dpa

Die beiden Verhandlungsteams kamen am Freitag zu einem Zweiertreffen in Stuttgart zusammen. Es gehe darum, bei ein paar Punkten die unterschiedlichen Ausgangspositionen zu definieren, sagte SPD-Chef Andreas Stoch (51) vor dem Gespräch.

Die SPD sehe ein paar kritische Punkte, bei denen die FDP mit anderen Vorstellungen in die Diskussion reingehe. Stoch nannte etwa die Entbürokratisierung, auf die die FDP pocht - "das darf kein Thema bei Arbeitnehmerrechten sein".

Man wolle über Punkte sprechen, die in der Dreierrunde am Samstag mit den Grünen relevant werden könnten, sagte Stoch. Über die Christdemokraten, die mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) eine Neuauflage von Grün-Schwarz bilden wollen, wolle man nicht reden.

"Die CDU ist mit sich selber beschäftigt, die wollen wir jetzt grade gar nicht bewerten und beurteilen", so Stoch.

Update, 18.26 Uhr: FDP und SPD haken sich unter für die Ampel

FDP und SPD wollen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und den Grünen im anstehenden Dreier-Sondierungsgespräch über eine Ampelkoalition ein Bild der Einigkeit und Geschlossenheit vermitteln.

"Die Message ist, dass wir uns verstehen, dass wir einander vertrauen, dass wir über Verbindendes gesprochen haben", sagte FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke (59) am Freitag in Stuttgart nach dem Vortreffen der Liberalen mit dem Verhandlungsteam der SPD. Man habe kein Politikfeld identifiziert, bei dem wo die Gefahr bestehe, dass eine Koalition scheitern könnte.

SPD-Chef Andreas Stoch sprach im Anschluss von einer hervorragenden Gesprächsatmosphäre.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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