Keine absolute Mehrheit! Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart wird wiederholt

Stuttgart - Nach dem vorläufigen Endergebnis hat keiner der 14 Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen gewinnen können. Die Stuttgarter müssen also am 29. November erneut wählen. 

Wahlhelfer schütten zur Wahl eines neuen Oberbürgermeisters in Stuttgart in einem Wahllokal die Stimmen aus der Urne. Eine mögliche Stichwahl findet am 29. November statt.
Wahlhelfer schütten zur Wahl eines neuen Oberbürgermeisters in Stuttgart in einem Wahllokal die Stimmen aus der Urne. Eine mögliche Stichwahl findet am 29. November statt.  © Sebastian Gollnow/dpa

Insgesamt konnten 450.000 Wahlberechtigte abstimmen, 14 Bewerberinnen und Kandidaten standen zu Wahl. 218.706 Menschen haben an diesem Sonntag gewählt.

Die mit Abstand meisten Stimmen der Wähler erhielt der amtierende Oberbürgermeister aus Backnang Frank Nopper (59, CDU) mit 31,8 Prozent. 

Die Grünen-Politikerin Veronika Kienzle erhielt 17,2 Prozent der Stimmen.

Der als unabhängiger Bewerber angetretene Sozialdemokrat Marian Schreier (15 %), Stuttgarts Stadtrat Hannes Rockenbauch (14 %) vom Fraktionsbündnis SÖS/Linke und etwas abgeschlagen der offizielle SPD-Kandidat Martin Körner (9,8 %) folgten auf den weiteren Plätzen. 

Der amtierende Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) trat nach acht Jahren an der Rathausspitze nicht wieder zur Wahl an. 

Die Wahlbeteiligung am Sonntag lag nach Angaben der Stadt bis kurz vor Schließung der Wahllokale bei rund 49 Prozent, das ist deutlich mehr als beim ersten Wahlgang vor acht Jahren (46,7 Prozent).

Da keiner der Bewerber die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht hat, wird erneut gewählt. Dann entscheidet die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen.

Am 29. November findet ein zweiter Wahlgang statt.  

Update 21.15 Uhr: CDU-Chef Strobl zum Abschneiden Noppers: "Das sieht richtig gut aus"

Der CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl hat sich erfreut gezeigt über das Ergebnis des CDU-Kandidaten Frank Nopper im ersten Wahlgang der OB-Wahl in Stuttgart. "Das sieht richtig gut aus", sagte er der dpa am Sonntagabend. "Erfahrung, Kompetenz und Auftreten haben Frank Nopper ganz deutlich und absolut verdient auf den ersten Platz gebracht", betonte Strobl. "Es war zu erwarten, dass es heute noch keine Entscheidung gibt - ein so großer, deutlicher Abstand von Frank Nopper auf die Kandidatinnen und Kandidaten hinter ihm, das hatte freilich kaum jemand vorausgesagt."

Update 21.20 Uhr: OB-Kandidat Schreier freut sich

Der unabhängige Kandidat Marian Schreier hat sich erfreut gezeigt über den Verlauf des ersten Wahlgangs der Stuttgarter OB-Wahl. Es sei sensationell, dass eine unabhängige Kandidatur erfolgsfähig sei, sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Man befinde sich in "Schlagdistanz zu den Platzhirschen". Er wolle nun das Ergebnis in Ruhe auswerten und über die nächste Schritte entscheiden, sagte er auf die Frage, ob er auch im zweiten Wahlgang antreten wolle.

Der bei der OB-Wahl als unabhängiger Bewerber angetretene Sozialdemokrat erhielt am Sonntagabend 15 Prozent der Stimmen - und belegte damit den dritten Platz. Nach Auszählung aller Wahlbezirke lag der CDU-Kandidat Frank Nopper mit 31,8 Prozent der Stimmen aber überraschend vorn, wie die Stadt Stuttgart am Abend mitteilte.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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